18.02.2021 - 11:26 Uhr
Oberpfalz

Die Sache mit den Papierbooten

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Plagen Sie sich schon wieder mit Sorgen und trüben Gedanken herum? Dann lassen Sie diese doch einfach davonschwimmen, rät die OWZ-Glücksexpertin. Das funktioniert mit einer Achtsamkeitsübung ganz hervorragend.

Die Papierboot-Übung wird auch in der Verhaltenstherapie angewandt.
von Evi WagnerProfil

"Der Pessimist klagt über den Wind, der Optimist hofft, dass er dreht, der Realist richtet das Segel aus", soll der britische Historiker Sir William Ward einmal gesagt haben. Segel haben Papierboote zwar nur äußerst selten, dennoch sind sie wunderbar geeignet, um uns von belastenden Gedanken zu befreien. Vielleicht könnte man auch sagen: "Der Unglückliche klagt über seine Sorgen, der Glückliche setzt diese auf ein Papierboot und lässt sie einfach davonschwimmen."

Vielleicht gehören Sie auch zu denen, die in Ihrer Kindheit gerne Boote aus Papier oder Karton gefaltet haben und auf dem Bach oder Fluss schwimmen ließen. Dann tun Sie sich noch leichter mit der folgenden Achtsamkeitsübung, die Abstand von trüben Gedanken gewinnen lässt. Diese funktioniert so: Suchen Sie sich einen bequemen Platz, schließen Sie die Augen oder schauen Sie auf einen Punkt auf dem Boden vor sich. Nun stellen Sie sich einen langsam fließenden Fluss vor, lassen sie diesen vor ihrem inneren Auge entstehen und sehen Sie ihn sich in Ruhe an.

Langsam können Sie erkennen, dass kleine gefaltete Papierboote in verschiedenen Farben auf dem Wasser schwimmen. Jedes davon stellt einen Ihrer Gedanken dar. Lassen Sie sich Zeit und versuchen Sie nun, Ihre aufkommenden Gedanken zu greifen und diese jeweils auf eins der Papierboote zu setzen. Wenn Sie zum Beispiel denken "Ich glaube nicht, dass mir doofe Papierboote wirklich helfen können", setzen Sie diesen Gedanken auf ein Boot. Oder sie bemerken die Sorge, dass sie schon wieder nicht alles schaffen, was sie sich vorgenommen haben. Diese setzen Sie auf ein anderes Boot.

Auf diese Weise benennen Sie nun alles, was Ihnen gerade durch den Kopf geht, und setzen es auf ein Boot. Anschließend lassen Sie die Papierboote mit Ihren Gedanken auf dem Fluss langsam davonziehen. Nehmen Sie sich ruhig die Zeit, die dafür nötig ist. Wenn Sie die Augen öffnen merken Sie wahrscheinlich, dass Sie lästige Gedanken und Sorgen besser loslassen können.

Ach ja: Wenn Sie gar nicht mehr wissen, wie Papierboote aussehen, können Sie natürlich auch gerne mal wieder welche falten. Denn mehrere Studien belegen auch, dass Basteln glücklich macht. Wenn Papierboote da mal nicht doppeltes Glück sind.

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