Um die Wahrnehmung und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsraums zwischen den Ballungszentren zu steigern, wurde im März 2018 die Wirtschaftsregion Amberg unter Patenschaft von Finanzminister Albert Füracker gegründet. Sie besteht aus der Stadt Amberg und den Landkreisgemeinden Ebermannsdorf, Freudenberg, Hahnbach, Kümmersbruck, Poppenricht und Ursensollen. Ziel sei es, sich gemeinsamen Herausforderungen und Problemen zu stellen und Lösungswege und Projekte zu erarbeiten.
Noch vor dem Sommer Tiefbau-Beginn
Der erste Abschnitt des Industrie-/Gewerbegebiets Schafhof Ost, genau die Hälfte des insgesamt 24 Hektar großen dritten Teils des Kleeblatts um die A6, ist bereits komplett gerodet und auch verkauft. 70 Prozent dieser Fläche wird von Mercedes Widmann besiedelt, der Rest geht an einen Investor aus dem Landkreis Regensburg, der dort einen Autohof mit Tankstelle, E-Ladesäulen, Wasserstoff und Gas, einen Schnellimbiss sowie ein Hotel errichten will. Ansonsten siedeln sich hier laut Bürgermeister Josef Gilch unter anderem Betriebe aus dem Automobilsektor an.
Aktuell wird die Erschließung des Industriegebietes ausgeschrieben. Noch vor dem Sommer könnten die Tiefbauarbeiten beginnen, sagte Gilch. Die Ersatzstraße für die Zufahrt zur Sandgrube wurde bereits im Herbst gebaut und wird jetzt den Staatsforsten übergeben. Auch die Kampfmittelfreiheit wurde hergestellt, da es sich um einen ehemaligen Militärflugplatz handelt.
Besonders wichtig ist Gilch der zweite Abschnitt des Industriegebiets: Der Bedarf für Industrieflächen sei ungebrochen. Ständig kommen laut Gilch neue Anfragen ins Rathaus.
Das wirtschaftliche Wachstum der Region hat die Stadt Amberg immer stärker mit dem näheren Umland verflochten. Die Menschen nehmen die Region als einen Lebensraum mit Arbeits-, Wohn- und Freizeitfunktionen wahr, wie Karl-Heinz Brandelik von der zuständigen Fachstelle, der Gewerbebau Amberg, betonte. Man biete ein breites Angebot für An- und Umsiedlungen, sichere Arbeitsplätze in der Region und unterstütze Unternehmen bei den Bemühungen um Fachkräfte.
Der Ebermannsdorfer Bürgermeister Josef Gilch betonte, wie wichtig es sei, jetzt und in Zukunft Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Nur in abgestimmten Bedarfsplänen könne die Gewerbegebiets-Entwicklung für diese Wirtschaftsregion allen Anforderungen gerecht werden - ganz besonders beim Flächenverbrauch. Durch gezielte Wirtschaftsansiedlungen sei der Übergang von einer ehemaligen Montanregion mit düsteren Aussichten zu einem prosperierenden, breit aufgestellten Wirtschaftsraum geschafft, sagte Gilch. Ziel sei es, Bürger, die täglich nach Nürnberg, Regensburg oder Tschechien pendeln, mit guten Arbeitsplätzen zurück in die Heimat-Region holen.

















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