12.05.2021 - 10:02 Uhr
Oberpfalz

Schlechtes Wetter, miese Laune?

Sind Sie euphorisch und bester Laune, wenn die Sonne scheint? Und niedergeschlagen und mieser Laune, wenn es draußen trüb ist? Schluss mit diesen Stimmungsschwankungen. Jedes Wetter ist gutes Wetter, meint die OWZ-Glücksexpertin.

Schlechtes Wetter führt oftmals auch zu schlechter Laune.
von Evi WagnerProfil

Draußen graue Wolken, drinnen trübe Laune. Gehören Sie auch zu den Menschen, denen Regen und schlechtes Wetter schnell aufs Gemüt schlagen? Keine Sorge, damit sind Sie nicht alleine. Viele von uns haben unter wetterbedingten Stimmungsschwankungen zu leiden, dafür gibt es sowohl eine biologische als auch eine psychologische Erklärung. Aus biologischer Sicht sollten wir immer bedenken, dass sich unser Körper, basierend auf dem Sonnenlicht, jeden Tag selbst synchronisiert. Mehr Licht ist immer ein Zeichen, dass ein neuer Tag beginnt. Weniger Licht führt dazu, dass sich der Körper auf die Erholungsphase der Nacht vorbereitet. Graue, bewölkte Tage führen also oft dazu, dass wir uns müde, apathisch und lustlos fühlen.

Dazu kommt, dass unsere Gedanken und unser Verhalten an solchen Tagen oft auch noch diese Niedergeschlagenheit verstärken. Wir ziehen uns mehr in uns selbst zurück, sind weniger aktiv, schränken soziale Kontakte ein und konzentrieren uns auf das, was wir heute nicht machen können. Statt zu bemerken, dass auch Regenwetter durchaus seine Vorteile hat. "Ach ja?", fragen Sie nun vielleicht. "Welche sollen das denn sein?" Denken Sie mal in Ruhe nach. An trüben Tagen haben Sie zum Beispiel Zeit, endlich mal das Buch zu lesen, das Sie schon so lange lesen wollten, oder ein neues Rezept auszuprobieren. Sie können es sich mit ihrer oder ihrem Liebsten mal wieder richtig gemütlich machen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, dass Sie die Gartenarbeit ruhen lassen. Außerdem finden Sie immer ein passendes Gesprächsthema mit Kollegen und Nachbarn: das schlechte Wetter nämlich, über das sich gerade so viele ärgern.

"Was für eine Laune ein Mensch hat, hängt in erster Linie von seiner Persönlichkeit ab", sagt Jaap Denissen, Psychologieprofessor an der Tilburg-Universität in Holland. "Das Wetter hat tatsächlich weniger Einfluss, wie wir denken." Allerdings gibt es laut seiner Studie tatsächlich auch Sommerliebhaber, Sommer- und Regenhasser.

Mein Vorschlag: Beschließen wir doch einfach, uns vom Wetter nicht mehr die Laune vermiesen zu lassen. Wie sagte Schriftsteller John Ruskin einmal so schön: "Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischend, Wind fordert heraus, Schnee macht fröhlich. Im Grunde gibt es kein schlechtes Wetter, nur verschiedene Arten von gutem Wetter. Das ist doch nun mal eine gute Einstellung, finden Sie nicht auch?

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