24.10.2021 - 08:50 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Brems-Signal für Raser: Verkehrsinseln für Schmidgaden und Trisching

Die Zeiten, in denen es mit dem Auto schnürlgerade durch Schmidgaden und Trisching ging, sind wohl bald vorbei. Die Gemeinde möchte Fahrbahnteiler in die Staatsstraße 2040 einbauen lassen.

Hier kreuzt der innerörtliche Verkehr mit der Verbindung Amberg-Nabburg. Der Gemeinderat Schmidgaden möchte an der Staatsstraße 2040 Querungshilfen einrichten.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Der Verkehr auf der Straße von Amberg nach Nabburg nimmt zu. Das bekommen vor allem die Einwohner von Trisching und Schmidgaden zu spüren. Pfeilgerade zieht sich die Staatsstraße 2040 durch die beiden Dörfer, viele Autofahrer kommen mit Tempo 100 oder mehr an den Ortsschildern an. Das kann so nicht weitergehen - darin ist sich der Schmidgadener Gemeinderat einig. Das Gremium hatte deswegen das Planungsbüro Umwelt und Tiefbau Ingenieure Amberg (UTA) beauftragt, sich ein Konzept für eine Verkehrsberuhigung zu überlegen.

Für Fußgänger und Radfahrer

"Wir stehen ganz am Anfang des Prozesses", machte UTA-Chef Rainer Rubenbauer eingangs klar. Für die Staatsstraße ist in erster Linie der Freistaat Bayern und damit das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach zuständig. Die Gemeinde gehe mit diesen Überlegungen quasi in Vorleistung. Im Kern geht es darum, sowohl in Trisching, als auch in Schmidgaden Verkehrsinseln in die Fahrbahn einzubauen und damit Querungshilfen für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen.

Das Planungsbüro UTA hat sich bereits mit dem Staatlichen Bauamt abgestimmt. Demnach sind derzeit vier Querungshilfen in Schmidgaden und drei in Trisching vorgesehen: in Schmidgaden auf Höhe des Autoservice Neidl, bei der Oberen Dorfstraße, bei der Kesselstraße und beim Eichenweg, in Trisching bei der Magdalenentalstraße (Penny), bei der Bushaltestelle am Vereinshaus und in der Nähe der Lehmstraße. Immer mit im Fokus ist eine ordentliche Anbindung der Querungshilfe an die bestehenden Geh- und Radwege, teilweise muss dann auch ein Stück dieser Zuwegungen neu gebaut werden. Rainer Rubenbauer bezifferte die reinen Baukosten auf insgesamt rund 3,6 Millionen Euro. Der Grunderwerb kommt dann noch hinzu.

Vier Querungen mit Priorität

Bürgermeister Josef Deichl schlug vor, die einzelnen Teilprojekte zu priorisieren und verschiedene Bauabschnitte festzulegen. Demnach sollen zunächst je zwei Übergänge realisiert werden - die Querungshilfen beim Penny und in der Ortsmitte von Trisching und jene beim Gewerbegebiet Schmidgaden (Autoservice Neidl und Oberer Dorfstraße). Hier fallen ungefähr 1,2 Millionen Euro an. Rubenbauer wies aber darauf hin, dass noch etliche Abstimmungen mit den zuständigen Behörden nötig seien. Erst wenn diese erfolgt sind, werde es konkrete Planungen geben.

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