04.05.2021 - 15:31 Uhr
SchmidmühlenOberpfalz

Trotz Reparatur bereitet Eiserne Brücke Marktgemeinderat Schmidmühlen weiter Sorgen

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Die Eiserne Brücke in Schmidmühlen ist wieder befahrbar, allerdings nur für Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. "Doch die Sorge um die Brücke ist damit nicht aus der Welt", teilt Bürgermeister Peter Braun dem Marktgemeinderat mit.

Auch nach der Reparatur nagt der Zahn der Zeit an der Eisernen Brücke in Schmidmühlen. 1910 erbaut, wurde sie zuletzt 1984/85 saniert. Nach der Errichtung der neuen Vilsbrücke ging sie vom Straßenbauamt in den Gemeindebesitz über.
von Paul BöhmProfil

„Eine Lösung wird dies auf Dauer nicht sein“, stellte Bürgermeister Peter Braun in der Sitzung des Marktgemeinderats Schmidmühlen bezüglich der Eisernen Brücke fest. „Die Fachfirma hat zwar die notwendigen Reparaturarbeiten an der Brückenkonstruktion ausgeführt. Aber längerfristig muss sich der Markt darüber jetzt schon Gedanken machen, wie ein künftiges Brückenbauwerk gestaltet sein muss“, sagte das Gemeindeoberhaupt. Braun stellte das große Problem heraus: "Die tragenden Brückenteile sind alle genietet – eine Brückenkonstruktion, wie man sie nur selten findet.“ Deshalb sei es schwierig gewesen, eine Firma zu finden, die mit dieser Technik noch vertraut sei.

Ein Blick zurück in die Geschichte: Im Jahr 1910 wurde die Eiserne Brücke gebaut, nachdem die Vorgängerüberführung durch das Jahrhunderthochwasser von 1909 großen Schaden genommen hatte. Bis 1978 bildete die Brücke tatsächlich die einzige Zufahrt zu Schmidmühlen und ins Lauterachtal. Der gesamte Schwerlast- und auch der Militärverkehr der Staatsstraße zwängte sich über dieses Bauwerk und durch den Ortskern. In den Jahren 1984 und 1985 wurde die Brücke dann nochmals vom Straßenbauamt saniert, ehe sie in das Eigentum der Marktgemeinde Schmidmühlen überging.

Das Gemeindegebiet von Schmidmühlen wird um 2,61 Hektar kleiner. Wie das Gremium in der Sitzung erfuhr, übernimmt der Markt Hohenburg im Zuge einer Abrundung der Gemeindefluren die gewidmete Gemeindeverbindungsstraße Gießgrabenweg zum Weiler Schwarzmühle und zwei weitere, angrenzende Grundstücke. Darauf einigte sich die Marktgemeinderäte in Schmidmühlen und in Hohenburg. Wie Bürgermeister Peter Braun sagte, gehört Schwarzmühle schon seit der Gebietsreform 1972 zum Gemeindegebiet von Hohenburg, während der geteerte Zufahrtsweg von der Staatsstraße zu dem Weiler zu Schmidmühlen zählt. Die Lauterachbrücke in Schwarzmühle gehört wiederum Hohenburg.

Insbesondere aus Gründen eines praktikablen Ablaufs beim Winterdienst soll die Gemeindeverbindungsstraße von der Staatsstraße 2235 bis Schwarzmühle umgemeindet werden. Um eine sinnvolle Abrundung zu erreichen, ist auch die Einbeziehung von zwei privaten Grundstücken notwendig. Im Marktgemeinderat Schmidmühlen bestehe Einverständnis, dass diese Flurstücke in der Gemarkung Winbuch auf Hohenburg übergehen, heißt es in der Vereinbarung mit dem Markt Hohenburg. Die Änderung soll möglichst zum 1. Januar 2022 in Kraft treten. Die Änderung bedarf aber noch der Genehmigung durch das Landratsamt.

Teurer als vorgesehen kamen die Kanalbauarbeiten beim künftigen Theater-Stadl, dem ehemaligen Salzstadl. Die Querung der Bahnhofstraße für den Anschluss an den Hauptkanal war doch aufwendiger als geplant. „Verschiedene Versorgungsleitungen und Kanalführungen haben die Arbeiten erschwert und damit auch verlängert“, erläuterte Bürgermeister Peter Braun. Die Bauarbeiten für die Kanalabzweigung und die Verlegung weiterer Versorgungsleitungen in den Bereich Theater-Stadl kommt der Gemeinde demnach auf knapp 20 000 Euro. Der Gemeinderat genehmigte die Rechnung einstimmig.

Die First Responder und die City-Apotheke aus Schwandorf richten im Hammerschloss eine Corona-Schnelltest-Station ein, die jeden Freitag von 16.30 bis 19.30 Uhr geöffnet ist. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, ein amtlicher Ausweis aber mitzubringen. Bei Bedarf wird eine Bestätigung des Testergebnisses vor Ort erstellt. Ein weiterer Testtag in Schmidmühlen ist schon in der Planung.

Einen neuen Grüngutcontainer auf dem Brunnlettberg wird es nach Auskunft von Bürgermeister Peter Braun „wohl eher nicht geben“. Das Amt für Abfallwirtschaftsamt beim Landratsamt sei hier die zuständige Stelle sei. Für 25 Jahre Mitgliedschaft im Marktgemeinderat bedankte sich Bürgermeister Peter Braun bei Johann Edenharter. Als Dank für seine ehrenamtliche Tätigkeit auch als Mitglied des Finanzausschusses und Sprecher der CSU-Fraktion überreichte er ein Geschenk.

Schmidmühlens älteste Brücke ein Sorgenkind

Schmidmühlen
Seit 25 Jahren hat Johann Edenharter (CSU, links) Sitz und Stimme im Marktgemeinderat Schmidmühlen. Dazu gratuliert Bürgermeister Peter Braun mit einem Geschenk und dankt ihm für das Engagement für seine Heimatgemeinde.

„Die Fachfirma hat zwar die notwendigen Reparaturarbeiten an der Brückenkonstruktion ausgeführt. Aber längerfristig muss sich der Markt darüber jetzt schon Gedanken machen, wie ein künftiges Brückenbauwerk gestaltet sein muss.“

Peter Braun, Bürgermeister von Schmidmühlen

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