Bei einem Ortstermin lehnten die Mitglieder des städtischen Bauausschusses – einzige Gegenstimme: Gerald Dagner (SPD) – eine Umgestaltung ab. Anlass für die Besichtigung war ein schriftlicher Antrag, den die Leiterin der Kindertagesstätte St. Vitus, Birgit Kumeth, bei der Stadt eingereicht hatte. Der befasste sich mit dem Neubau eines direkten Zugangs zur Kita vom TuS-Gelände aus, unmittelbar gegenüber dem Haupteingang „Der Zugang von der Nordseite würde sowohl die Bring- als auch die Abholsituation verbessern“, argumentierte Kumeth.
Gerald Dagner, Ausschussmitglied und in Personalunion Vorstand des benachbarten TuS, erläuterte den Antrag. Demnach spielen sich derzeit Zu- und Ausgang an der Stirnseite der Kita ab. Ein direkter Aus- und Eingang vom TuS-Gelände hätte durchaus Vorteile. Der Bus könnte zur Hol- und Bringzeit dann direkt vor dem Eingang warten, wo er ja ohnehin am Parkplatz umkehren müsse. Den Parkplatz könnten auch Eltern nutzen, „die für beengte Verhältnisse sorgen und die Feuerwehrzufahrt zuparken“. Der Turn- und Sportverein könne bereits auf eine Beleuchtung zurückgreifen.
Wie allerdings dann in der Diskussion zutage trat, ist die Umsetzung so einfach nicht. Derzeit ist der ins Auge gefasste Zugang ziemlich unkontrolliert zugewachsen und von einem Maschendrahtzaun umgeben. Man muss schon genau hinschauen, um hinter dem Gebüsch den Eingang zu erkennen. Ein Baum ist laut Dagner ohnehin „kaputt“. Es müsste, so argumentierte er, „damit der Weg nicht zu steil wird, mit einer Länge von acht Metern geplant werden, Stufen wären erforderlich, und auch ein barrierefreier Zugang".
Bürgermeister Marcus Eichenmüller, Bauamtsleiter Markus Stiegler, der technische Angestellte Klaus Kittler kamen nach eingehender Information zusammen mit den Ausschussmitglieder zu der Haltung: So einfach ist das nicht umzusetzen. Stefan Hirsch (CSU) sah zwar „grundsätzlich eine gute Idee“, die Bedenken waren aber größer. Es wären nämlich beachtliche Investitionen nötig, um den Zugang zu bauen, der unter die Kategorie „nicht erforderlich“ eingestuft wurde, auch im Hinblick auf die zu erwartenden Folgekosten (zum Beispiel Winterunterhalt). Manfred Schlosser (FW) wies auf die Parkdisziplin hin: „Eltern parken genau da, wo wir es nicht wollen.“ Er befürchteter, dass dann vor dem Bus alles zugeparkt werde. In Sachen Investitionskosten sprachen Stiegler und Kittler von rund 5000 Euro plus Folgekosten. „Lassen wir es, wie es ist“, brachte Josef Werner die Angelegenheit auf den Punkt. Bis auf Gerald Dagner sahen das alle so.
















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