29.10.2020 - 14:16 Uhr
SchnaittenbachOberpfalz

Schnelles Internet für bisherige weiße Flecken in Gemeinde Schnaittenbach

Die Ansprüche der Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig. Die Digitalisierung Wirtschaft und Gesellschaft prägt die Wettbewerbsfähigkeit ebenso wie die Teilhabe der Bevölkerung an dieser Technik. So auch in Schnaittenbach.

Die Vertragsunterzeichnung mit entsprechendem Abstand (von links): Telekom-Regionalmanager Enrico Delfino, Sebastian Krysa von der Breitbandberatung Bayern, Dietmar Krisch von der Stadtverwaltung und Bürgermeister Marcus Eichenmüller.
von Klaus HöglProfil

"Eine flächendeckende Versorgung ist bei der Digitalisierung die Grundlage schlechthin und nötig", sagte Bürgermeister Marcus Eichenmüller, als er den Vertrag zum Breitbandausbau unterzeichnete. „Die Internet-Bandbreite ist heute so wichtig wie Gas, Wasser- und Strom“, stellte er fest. Schritt für Schritt habe sich die Stadt Schnaittenbach damit auseinandergesetzt, aber es gebe noch „weiße Flecken“. Damit soll es bald vorbei sein. Denn auch dort ist das schnellere Netz vorgesehen. Rund 100 Haushalte können nach dem Ausbau die neuen Anschlüsse nutzen – „auch Sitzambuch ist dabei“, sagte Eichenmüller. Seinen Angaben nach war es ein langer Weg, bis der staatliche Förderantrag genehmigt war, bis der Stadtrat bei einem überschaubaren Eigenanteil der Stadt den Beschluss zum Ausbau fassen konnte.

Die Telekom hat den Zuschlag für den Ausbau bekommen, jetzt wurde bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus quasi alles unter Dach und Fach gebracht. Involviert waren dabei Dietmar Krisch von der Stadt und Sebastian Krysa von der Breitbandberatung Bayern, dessen Büro die vorbereitenden Schritte erledigte und den Vorgang mit betreute. „Wird danken Schnaittenbach für das Vertrauen“, sagte Telekom-Regionalmanager Enrico Delfino.

Die Telekom hat die öffentliche Ausschreibung für sich entschieden. Nach der kompletten Fertigstellung in 48 Monaten können dann rund 100 Haushalte schnellere Anschlüsse mit Bandbreiten von bis zu 250 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), im FTTH- also Glasfaser-Ausbaugebiet bis zu einem Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) nutzen. Die Telekom wird dafür rund 30 Kilometer Glasfaser verlegen, etwa sieben Kilometer Tiefbauarbeiten vornehmen und fünf Verteiler aufstellen. Damit haben die Schnaittenbacher einen Anschluss, der alle modernen Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet, war man sich einig. Der Ausbau eignet sich dann auch für Video-Streaming oder Arbeiten von zu Hause, aber auch für Telemedizin und Smart Home.

Wie die Maßnahme umgesetzt wird, erläuterte Enrico Delfino. Zunächst steigt die Telekom in die Feinplanung ein, wählt eine Tiefbau-Firma aus und bestellt das Material. Parallel dazu werden die Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und die Verteiler aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung an das Netz der Telekom. Anschließend können die Kunden die neuen, schnellen Anschlüsse buchen. Einen Kilometer Glasfaser zu verlegen, kostet im Schnitt 70 000 Euro, ließ der Telekom-Vertreter wissen. Die Maßnahme als Ganzes ist auf 1 419 798 Euro veranschlagt, wovon 80 Prozent staatlich gefördert werden. Somit bleibt für die Stadt Schnaittenbach ein kommunaler Eigenanteil von 278 164 Euro.

Breitbandausbau macht Leben und Arbeiten in Schnaittenbach attraktiver

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.