Schönlind bei Vilseck
15.06.2023 - 16:21 Uhr

Gutes Training rettet Hund aus Schönlind das Leben

Nachdem die Polizei in Vilseck am Dienstag mitteilte, dass ein Hund in Schönlind einen Giftköder im eigenen Garten gefunden hat, schaut es so aus, als wäre das Tier wohlauf. Eine gute Ausbildung hat sein Leben gerettet.

Eine unbekannte Person wollte einen Hund in Schönlind bei Vilseck vergiften. Doch der Vierbeiner war zu schlau für den Täter. Symbolbild: Maurizio Gambarini/dpa
Eine unbekannte Person wollte einen Hund in Schönlind bei Vilseck vergiften. Doch der Vierbeiner war zu schlau für den Täter.

Es ist der blanke Horror für jeden Hundebesitzer. Man lässt den Liebling in den Garten, denkt sich nichts, doch dann liegt da ein Giftköder, den ein Unbekannter im vollen Bewusstsein dort platziert hat, den Hund, der zum Familienmitglied geworden ist, zu töten. Was verrückt klingt, ist so in Schönlind bei Vilseck in der Nacht vom Montag auf Dienstag passiert.

Hund zu gut ausgebildet

Wie die Polizei in Vilseck am Mittwoch mitteilte, ist der Hund, der den Giftköder gefunden hat, wohlauf. Das ist aber, wie die Polizei betont, keineswegs selbstverständlich, sondern ist nur der extrem guten Ausbildung des Tieres geschuldet, bei dem es sich um einen Jagdhund und nicht, wie ursprünglich angegeben, um einen Schäferhund handelt.

Der Hund hatte gegen Dienstagmittag, so die Polizei in ihrem Pressebericht vom Mittwoch, seinem Herrchen den roten Giftköder gebracht, von dem er ein wenig abgebissen hatte. Der Halter brachte den Hund natürlich unverzüglich zum Tierarzt. Wie eine Sprecherin der Polizei in Vilseck mitteilt, war es kein Zufall, dass das Tier den Köder höchstens angeknabbert hatte. "Es handelt sich um einen sehr gut ausgebildeten Jagdhund, der gelernt hat, dass er die Sachen seinem Besitzer erst zeigen muss, bevor er sie fressen darf", sagte sie auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. Der Sprecherin zufolge hätte es sich bei dem Köder um ein extrem heimtückisches Gift gehandelt, das erst nach einiger Zeit seine Wirkung entfaltet und dazu führt, dass der Hund an inneren Blutungen verendet.

Polizei hofft auf Hinweise

Zu den Beweggründen des Täters kann die Polizei bislang nichts sagen. Es wird auch schwierig sein, den Täter zu schnappen, wenn keine weiteren Beweise vom Hundebesitzer oder von den Nachbarn geliefert werden können, die einen klaren Anhaltspunkt zur Tat geben, sagte die Sprecherin.

Die Polizei hofft deshalb weiterhin auf Zeugen, die sich unter der Nummer 09662/7008690 melden sollen. "Vielleicht gibt es ja Wildkameraaufzeichnungen", sagte die Sprecherin.

Der Polizei sind übrigens bislang noch keine weiteren Vergiftungsversuche aus Schönlind und Umgebung bekannt.

Was tun, wenn der Hund einen Giftköder gefressen hat?

Vilseck14.06.2023
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.