27.02.2020 - 10:31 Uhr
Oberpfalz

Schreiben macht glücklich

Schreiben ist eine der effektivsten Methoden, das psychische Wohlbefinden zu erhöhen. Schreiben bringt nicht nur Klarheit in unsere Köpfe, sondern verstärkt auch positive Gedanken.

Es genügt schon, sich regelmäßig Notizen zu machen oder einige Sätze aufs Papier zu bringen, um sich besser zu fühlen.
von Autor EWAProfil

Die Pullis in die eine Schublade, die T-Shirts in die andere. Und die Jacken auf die Kleiderbügel. Die Wäsche zu sortieren gehört wohl für uns alle zu den Dingen, die wir regelmäßig tun. Doch warum ist es für uns nicht genauso selbstverständlich, immer wieder unsere Gedanken zu ordnen? Am besten gelingt das natürlich, wenn wir uns angewöhnen, diese täglich aufzuschreiben. "Das kann jetzt leicht jemand sagen, der mit Schreiben sein Geld verdient", sagen Sie nun vielleicht. "Aber ich kann das nicht, so einfach meine Gedanke in Worte fassen ..." Doch, können Sie. Stellen Sie sich einfach nur vor, Sie würden mit einem unsichtbaren Gegenüber sprechen und ihm all das sagen, was Ihnen gerade durch den Kopf geht.

Vielleicht haben Sie schon in Ihrer Jugend ein Tagebuch geführt, aber irgendwann damit aufgehört. Dann beginnen Sie doch am besten gleich heute damit, wieder täglich den Stift in die Hand zu nehmen. Natürlich können Sie Ihre Gedanken auch auf dem Computer oder mit Hilfe einer Schreibmaschine sortieren. Benutzen Sie einfach das Werkzeug, das Ihnen am meisten liegt. Wichtig ist nur, dass Sie wieder mit dem Schreiben beginnen. Und das am besten regelmäßig. Denn längst ist auch wissenschaftlich erwiesen: Schreiben ist eine der effektivsten Methoden, das psychische Wohlbefinden zu erhöhen. "Geschichten schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen", das wusste schon Johann Wolfgang von Goethe.

Ja, ich weiß, was Sie nun sagen wollen. Nicht jeder kann Geschichten schreiben. Müssen Sie auch gar nicht. Es genügt schon, sich regelmäßig Notizen zu machen oder einige Sätze aufs Papier zu bringen, um sich besser zu fühlen. Das wissen längst auch Psychologen und Mediziner. Es profitieren zum Beispiel Patienten mit Demenz, Suchtproblemen, posttraumatischen Belastungsstörungen oder Depressionen vom Schreiben als Therapie. Denn Schreiben bringt nicht nur Klarheit in unsere Köpfe, sondern verstärkt auch positive Gedanken. Es genügt zum Beispiel schon, jeden Tag drei Dinge zu notieren, für die wir dankbar sind. Und wir fühlen uns nachweislich glücklicher. Und das Schreiben bringt noch so einige Vorteile mit sich: Es lässt uns ganz im gegenwärtigen Moment verweilen und setzt jede Menge Kreativität frei. Weiterhin können wir uns Negatives einfach von der Seele schreiben. Fangen Sie also am besten noch heute damit an, ran an Füllfederhalter oder Tastatur. Denn es will nicht nur die Wäsche regelmäßig sortiert werden.

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