2733 Anträge bei 5060 Berechtigten: Über 54 Prozent der Nabburger haben bis Mittwoch Briefwahl beantragt. Verstärkt das Corona-Risiko den Trend zur Briefwahl? "In der Woche vor der Wahl kommt immer noch ein Schwung", sagte Thomas Wilhelm vom Wahlamt der Verwaltungsgemeinschaft. Nur "ein paar" der Antragsteller hätten gesagt, dass sie wegen Corona am Sonntag nicht ins Wahllokal wollen. In den Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft Nabburg liegt der Anteil der Briefwähler generell hoch. In Altendorf haben rund 61 Prozent (444) der 727 potenziellen Wähler einen Wahlschein beantragt, in Guteneck 357 von 677 Berechtigten, also knapp 53 Prozent. Über Altendorf und Guteneck schwebt das Damoklesschwert einer ungültigen Gemeinderatswahl, wegen eines Fehlers auf den Stimmzetteln (wir berichteten).
Alexandra Schmid vom Wahlamt im Rathaus Oberviechtach fällt auf, dass die Nachfrage nach Briefwahl diesmal nicht so abebbt, wie bei den zurückliegenden Wahlen üblich. In der Eisenbarth-Stadt haben bislang 2025 von 4061 Berechtigten die Unterlagen beantragt. "Das tröpfelt so dahin", meint dagegen Josef Kraus vom Wahlamt in Neunburg vorm Wald. Mit 2617 Anträgen bei 6505 Berechtigten ist die Nachfrage hier noch relativ gering. Anders in Schwarzenfeld: 2776 oder knapp 53 Prozent der 5275 Berechtigten haben Briefwahl beantragt, wie Melanie Kasowski berichtet. "Im Endspurt kommen immer nochmal Anträge", sagte sie, "ob man das auf Corona schieben darf, kann ich nicht sagen". In Stulln (1369 Berechtigte) lagen am Mittwoch 667 Briefwahlanträge vor, in Schwarzach 484 bei 1201 potenziellen Wählern. In Wernberg-Köblitz meldet das Wahlamt 1814 Anträge bei 4727 Berechtigten, in Pfreimd 2047 bei 4401 Berechtigten. In Schwandorf lag der Anteil der beantragten Wahlscheine (9031) an den Berechtigten (23252) am Mittwoch bei knapp 39 Prozent. Ein außergewöhnlicher Anstieg in dieser Woche sei hier nicht bemerkbar, sagte Pressesprecherin Maria Schuierer. Legt man die bei Kommunalwahlen üblichen Wahlbeteiligungen von 70 bis 75 Prozent zugrunde, ist jedenfalls klar: Im Ergebnis werden am Sonntag in einigen Kommunen mehr als zwei Drittel der Wähler ihre Stimme per Brief abgegeben haben.
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