Schwandorf
28.02.2020 - 17:29 Uhr

Briefwahl: Stolpersteine meiden

Roter Umschlag, hellgrauer Umschlag, bis zu vier Stimmzettel, Wahlschein: Die Unterlagen zur Briefwahl liegen bereit. Eine einfache Sache, bei der dennoch vermeidbare Fehler passieren können. Wir erklären, wie es klappt.

So klappt die Briefwahl: Die ausgefüllten Stimmzettel müssen in den grauen Umschlag. Nicht ineinandergefaltet, sondern einzeln. Der graue Umschlag kommt zugeklebt zusammen mit dem ausgefüllten und unterschriebenen Wahlschein in den roten Umschlag. Zukleben, abschicken oder im Wahlamt abgeben, fertig. Bild: Hösamer
So klappt die Briefwahl: Die ausgefüllten Stimmzettel müssen in den grauen Umschlag. Nicht ineinandergefaltet, sondern einzeln. Der graue Umschlag kommt zugeklebt zusammen mit dem ausgefüllten und unterschriebenen Wahlschein in den roten Umschlag. Zukleben, abschicken oder im Wahlamt abgeben, fertig.

Listenkreuze, Häufeln, Panaschieren, Namen streichen: Das Bayerische Kommunalwahlrecht hält dem Wähler viele Wege offen, Gemeinde-, Stadt- und Kreisräte nach seinem Gusto zu bestimmen. Viele nutzen dazu die Briefwahl, bei der Kommunalwahl 2014 die Mehrheit. Von 74000 Bürgern, die bei der Kreistagswahl ihre Stimme abgaben, taten dies 43300 per Brief. Der Pressesprecher des Landratsamts, Hans Prechtl, weist auf Fehler hin, die dabei gemacht werden können. Zu den Unterlagen gehören zwei Umschläge; vier Stimmzettel (Blau: Landratswahl; Gelb: Bürgermeisterwahl; Weiß: Kreistagswahl; Grün: Gemeinderatswahl); der Wahlschein und ein Merkblatt. "Ich rate, das Merkblatt genau durchzulesen", sagt Prechtl. Dann kann's losgehen.

  • Wahlschein

Auf dem Wahlschein muss die "Versicherung an Eides statt" mit Datum und Unterschrift ausgefüllt werden. Sonst ist die Stimmabgabe ungültig! Wer an einem Gebrechen oder einer Behinderung leidet, kann zur Wahl eine Hilfsperson in Anspruch nehmen. Auch diese muss die "Versicherung an Eides statt" ausfüllen und unterschreiben.

  • Stimmzettel

Dann kann's ans Wählen gehen. Auf jedem Stimmzettel steht, wie viele Stimmen abgegeben werden dürfen. Häufeln, Panaschieren, Listenkreuze: Wie das funktioniert, ist wird in unserem Video auf www.onetz.de/2979830 erklärt. Auf den Landkreis-Webseiten unter www.landkreis-schwandorf.de gibt's einen Probe-Stimmzettel für den Kreistag

  • Hellgrauer Umschlag

Nur die Stimmzettel kommen nun einzeln gefaltet in den hellgrauen Umschlag mit der Aufschrift "Stimmzettelumschlag für die Briefwahl". Den Umschlag zukleben. Die Stimmzettel nicht ineinander falten. Denn in den Briefwahllokalen werden die Umschläge geöffnet und die Zettel in Urnen gesteckt.

  • Roter Umschlag

Den verschlossenen (wichtig!) hellgrauen Umschlag und den ausgefüllten Wahlschein in den größeren roten Umschlag stecken. Zukleben. Den roten Umschlag entweder bei der zuständigen Behörde abgeben, (Adresse aufgedruckt), oder in den nächsten Postkasten werfen. Frankieren ist nicht nötig, außer aus dem Ausland.

"Bitte die Postlaufzeiten beachten", sagt Hans Prechtl und empfiehlt, den Brief bis spätestens Mittwoch vor der Wahl (11. März) aufzugeben. Wahlbriefe, die zu spät ankommen - also nach 18 Uhr am Wahlsonntag - werden nicht gezählt. "2014 waren das im Landkreis einige", sagt Prechtl. Wahlbriefe dürfen auch am Wahlsonntag nicht in Wahllokalen abgegeben werden, sondern nur in den zuständigen Behörden. Dort werden die Briefkästen um kurz vor 18 Uhr am 15. März geleert.

Tobias Süss im Rathaus Schwandorf ist eingekreist von Material: Über 6000 Bürger haben in der Großen Kreisstadt schon Briefwahl beantragt. Bild: Hösamer
Tobias Süss im Rathaus Schwandorf ist eingekreist von Material: Über 6000 Bürger haben in der Großen Kreisstadt schon Briefwahl beantragt.
Erste Zahlen:

Trend zum Brief hält an

Die Briefwahl boomt. In der Kreisstadt Schwandorf haben sie bis Mitte der Woche über 6000 der 23338 Wahlberechtigten beantragt. In Nabburg (5067 Berechtigte) waren es rund 1300, in Oberviechtach (4069 Berechtigte) etwa 1200. In Wernberg-Köblitz (4765) lagen gut 800 Anträge vor, in Pfreimd (4429 Berechtigte) etwa 1800. Schwarzenfeld meldet bei 5280 potenziellen Wählern 1500 Briefwahlanträge, die Stadt Neunburg vorm Wald (6510 Berechtigte) ebenfalls rund 1500 Anträge auf Briefwahl. (ch)

Wählen leicht gemacht: Das müssen Sie zur Kommunalwahl wissen

Hinweise und Tipps des Innenministeriums

 
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