25.07.2019 - 15:46 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Demo und Kundgebung gegen Rechts

Die "Sozialrevolutionäre Aktion" will ein Zeichen gegen die Proll Crew setzen. Die Polizei rechnet mit 200 Teilnehmern an einer geplanten Demonstration.

von Irma Held Kontakt Profil

Die Demo gegen Rechts im Allgemeinen und die Proll Crew im Besonderen ist schon lange geplant. Bereits am 27. Februar wurde sie nach Angaben von Hans Prechtl, Sprecher des Landratsamtes, von einer Regensburgerin für Samstag, 27. Juli, in der Kreisstadt angemeldet. In einem Flyer ruft die "Sozialrevolutionäre Aktion Regensburg" zur Teilnahme auf. Der Zug setzt sich um 12.30 beim Bahnhof in Bewegung, führt durch die Bahnhofstraße vorbei am Habermeier-Haus. "Dort wird jemand sprechen", weiß der Leiter der Polizeiinspektion, Armin Kott. Die laut Kott etwa 200 erwarteten Demonstranten ziehen dann durch die Friedrich-Ebert-Straße zum Marktplatz. Hier wird es weitere Reden geben, bevor der Weg über die Höflinger Straße zurück zum Bahnhof führt. Die Polizei wird am Samstag zum Beispiel von auswärtigen Kollegen und der Bereitschaftspolizei unterstützt. Die Demo steht unter dem Obertitel "Oberpfalz entnazifizieren - Antifaschismus in die Offensive". In dem Flugblatt heißt es unter anderem: "Eine derartige rechtsextreme Struktur ist die in Schwandorf und den umliegenden Dörfern ansässige Proll-Crew'". Die Gruppierung, die auswärts bei einschlägigen Veranstaltungen gesehen wird, hat bereits Neonazikonzerte in Klardorf und Oder organisiert. Zwischenzeitlich wird die Proll-Crew, mit Stammlokal im Schwandorfer Süden, vom Verfassungsschutz beobachtet. Die Antifa teilt den Aufruf der dem linken Spektrum zugeordneten Aktion. Schwandorfer Organisationen und Parteien sind weder in die Vorbereitungen des Demozuges noch als Mitveranstalter einbezogen. Der ehemalige Landtagsabgeordnete und SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Franz Schindler, sagt auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien: "Mit uns ist das nicht abgestimmt." Die SPD rufe weder dazu auf noch verbiete sie irgendjemanden daran teilzunehmen. Marion Juniec-Möller, Grünen-Stadträtin und wie auch Schindler im Schwandorfer Bündnis gegen Rechts engagiert, findet es "schade, wenn ein Zeichen gegen Rechts verpufft", weil örtliche Gruppierungen nicht eingebunden würden.

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