25.07.2021 - 11:29 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Für Bundestagswahl 2021: Zwei Neuzugänge zum Wahlkreis 234 Schwandorf

Ist am 26. September die Bundestagswahl ausgezählt, melden erstmals Brennberg und Wörth/Donau (Kreis Regensburg) ihre Ergebnisse ans Schwandorfer Landratsamt. Der Wahlkreis 234 Schwandorf ist um diese beiden Gemeinden vergrößert worden.

Der vergrößerte Wahlkreis Schwandorf-Cham für die Bundestagswahl am 26. September..
von Irma Held Kontakt Profil

Vom Hochfels bis zur Donau und vom Ossergipfel bis zur Naabniederung erstreckt sich der vergrößerte Wahlkreis 234. Er setzt sich aus den Landkreisen Schwandorf und Cham sowie der Verwaltungsgemeinschaft Wörth/Donau im Landkreis Regensburg zusammen. Der Wahlkreis 234 Schwandorf ist für die Bundestagswahl am 26. September um diese beiden Gemeinden vergrößert worden. Dieser Neuzuschnitt und diese flächenmäßige Ausdehnung dienen der Gerechtigkeit.

Weil der Regensburger Wahlkreis überproportional wächst und zu viele Wahlberechtigte im Vergleich zum Durchschnitt hat, wurde ein Stück herausgetrennt. Es wurde in den Wahlkreis 234 "eingemeindet". Die Stadt Wörth an der Donau hat etwa 5000 Einwohner, die Gemeinde Brennberg etwas über 2000. Um aktuelle Zahlen, wie die der Wahlberechtigten, zu nennen, sei es noch zu früh, sagt der Sprecher des Schwandorfer Landratsamtes, Hans Prechtl, auf Anfrage von Oberpfalz-Medien.

Wahlleitung in Schwandorf

In der Kreisbehörde laufen die Fäden für die Bundestagswahl im Wahlkreis zusammen. Hier sitzt die Wahlleitung. Das Schwandorfer Landratsamt prüft auch die Wahlvorschläge und ist für den Druck der Stimmzettel verantwortlich. Das heißt, dort wird akribisch genau überprüft, dass alles seine Richtigkeit hat. Schließlich mussten bei der Kommunalwahl 2020 zwei Gemeinderatswahlen wiederholt werden, weil in einem Rathaus fehlerhafte Stimmzettel zunächst nicht aufgefallen sind.

Vor vier Jahren hatte der ursprüngliche Wahlkreis 216 418 Wahlberechtigte, von denen 162 549 ihre Stimme abgaben. Karl Holmeier von der CSU setzte sich mit 48,46 Prozent der Stimmen vor Marianne Schieder (SPD, 24,18) und Frank Aumeier (Freie Wähler, 9,74) als Direktkandidat durch. Karl Holmeier steht am 26. September nicht mehr zur Wahl.

Beim Urnengang 2017 verbuchte die AfD massive Stimmengewinne für sich. Bei den Zweitstimmen kam die AfD mit 17,36 Prozent hinter die CSU mit 41,44 auf Platz zwei. Der SPD gaben 16,20 Prozent ihre Stimme. Einen Direktbewerber schickte die AfD vor vier Jahren nicht ins Rennen. Die Grünen holten 3,88 Prozent (Erststimmen) und 4,53 Prozent (Zweitstimmen).

Massive Stimmengewinne für AfD

Leicht verändert ist das Wahlergebnis im Vergleich der beiden Landkreise. Marianne Schieder punktete in ihrem Heimatlandkreis Schwandorf mit 31,55 Prozent. Karl Holmeier sahnte im Kreis Cham mit 55,14 Prozent ab. Im Landkreis Schwandorf verwies die SPD die AfD noch auf den dritten Platz, im Landkreis Cham war es umgekehrt. Die Fünf-Prozent-Hürde knackten in beiden Landkreisen die FDP und die Freien Wähler. Die Grünen lagen in beiden Kreisen bei etwas über vier Prozent.

Auch in Wörth an der Donau und Brennberg machten mit Abstand die meisten Wähler ihr Kreuz bei CSU-Bewerber Peter Aumer. Bei den beiden Neuzugängen zum Wahlkreis 234 sympathisierten noch mehr für die AfD als im bisherigen Wahlkreis. In Wörth an der Donau wurde die AfD sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen hinter der CSU zweiter Sieger. In Brennberg verwies Tobias Gotthardt von den Freien Wählernr Armin Bauer von der AfD auf den dritten Platz. Bei den Zweitstimmen machte die AfD hinter der CSU das Rennen. Die SPD erhielt die drittmeisten Stimmen. Die Stadt Wörth an der Donau verzeichnete beim Urnengang vor vier Jahren 3543 Wahlberechtigte und die Gemeinde Brennberg 1252.

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