06.02.2020 - 15:47 Uhr
SchwandorfOberpfalz

"Fußball und Rassismus"

Die Berufsschule greift das Thema "Fußball und Rassismus" auf. Dazu kommt Christian Keller, Geschäftsführer des SSV Jahn Regensburg, nach Schwandorf.

Der Geschäftsführer des SSV Jahn Regensburg, Christian Keller, diskutiert in der Berufsschule über Fußball und Rassismus
von Irma Held Kontakt Profil

Die prominent besetzte Podiumsdiskussion beginnt am Dienstag, 11. Februar, um 10.30 Uhr in der Aula. Den Organisatoren Günther Kohl und Christina Mühlbauer ist es gelungen, neben Christian Keller auch Spieler Oliver Hein zu gewinnen. Vermutlich wird außerdem ein Vertreter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg mitwirken. Kohl übernimmt den Part des Amateurfußballs. Moderiert wird die Diskussionsrunde für Schüler, die sich am Gespräch beteiligen dürfen, vom Journalisten Thomas Muggenthaler.

Angesprochen werden alle Formen der Ausgrenzung im Fußball, wie Homophobie, Sexismus oder Antisemitismus. Den Hintergrund für die Veranstaltung bildet jedoch rechtes Gedankengut im Amateurbereich. Wie berichtet, fand im Dezember 2017 ein Rechtsrock-Konzert im Klardorfer Sportheim statt. Der damalige Pächter der Vereinsgaststätte ist nach wie vor als Fußballer im Raum Schwandorf aktiv. Auch andere Amateurspieler wurden der Prollcrew Schwandorf zugerechnet. Diese ist in Teilen im Bollwerk Oberpfalz aufgegangen. Das trifft sich mit Gleichgesinnten auf einschlägigen Musikveranstaltungen, zum Beispiel im vergangenen Sommer im thüringischen Themar. Mit dabei war unseren Informationen nach besagter Amateurfußballer. Die Gesinnung und Aktivitäten des Sportlers sind seit Veröffentlichungen im Herbst 2018 bekannt. Auch für den Bayerischen Fußballverband (BFV) ist er kein Unbekannter. "Uns sind die Hände gebunden", sagt Frank Schweizerhof, im BFV für Soziales verantwortlich, auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Um ihn aus dem Verband auszuschließen, brauche es ein Fehlverhalten im Zusammenhang mit Fußball oder auf dem Platz. Schweizerhof verweist hier ausdrücklich auf die Eigenständigkeit der Vereine. Auch die Möglichkeiten, in welcher Form der Verband auf Vereine einwirken, Einfluss nehmen oder Druck ausüben kann, wird bei der Runde zur Sprache kommen. Schweizerhof betont, dem BFV sei sehr daran gelegen, dass Sportvereine den Bündnissen gegen Rechts beitreten und sich so politisch positionieren. Er stellt das Gräfenberger Sportbündnis heraus. Dies ist ein Zusammenschluss von neun Vereine in und aus dem Umland der oberfränkischen Stadt Gräfenberg, das sich für Fairness, Toleranz und Respekt im Sport einsetzt.Weitere Informationen: www.graefenberger- sportbuendnis.de

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