23.01.2020 - 14:27 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Gremium richtet Blick auf Klimaschutz

Umwelt-Themen bilden den Schwerpunkt in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses des Schwandorfer Stadtrats am 28. Januar. Auch der Umzug der Raiffeisenbank kommt auf den Tisch.

Die Raiffeisenbank plant ein neues Gebäude am Brunnfeld. Der Umzug weg vom Marktplatz scheint besiegelt.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Umwelt-Themen bilden den Schwerpunkt in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses am 28. Januar. Auch der Umzug der Raiffeisenbank kommt auf den Tisch. Oberbürgermeister Andreas Feller hatte bei der Jahresschluss-Sitzung noch eine Sondersitzung des Planungsausschusses zu diversen Anträgen zu Umwelt-Themen angekündigt, nun stehen doch noch andere Punkte auf der Tagesordnung. Das Gremium tritt am Dienstag, 28. Januar, um 16 Uhr im Rathaus zusammen.

Die Volksbank Raiffeisenbank Regensburg-Schwandorf will am Brunnfeld, neben einem Schnellrestaurant, ein "Beratungs- und Betreuungszentrum" errichten. Das war bereits im Mai 2019 bekannt geworden. Der Ausschuss stimmte zähneknirschend der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans zu. Zähneknirschend deshalb, weil damit der Umzug der Bank weg vom Marktplatz besiegelt scheint. Nun soll der Vorentwurf des Plans gebilligt werden. Der Entwurf des Bebauungsplans "Am Sportplatz" in Kreith soll ebenfalls gebilligt und dann ausgelegt werden. Gleiches gilt für das vorgesehene Wohngebiet auf dem Tonwarenfabrikgelände (wir berichteten).

Sieben Anträge zu Umweltthemen beschäftigen den Ausschuss. Die ÖDP will laut Antrag vom 5. November 2019, dass die Stadt einen Klimaschutzmanager einstellt und ein Klimaschutzkonzept erstellt. Letzteres fordert auch die SPD-Stadtratsfraktion. Neben der Fortsetzung der energetischen Sanierung städtischer Gebäude schlagen die Sozialdemokraten unter anderem auch vor, dass auf allen hierfür geeigneten städtischen Gebäuden Photovoltaik- und Solarthermieanlagen errichtet werden.

Außerdem soll auf Antrag der SPD ein alter Beschluss gekippt werden. Im März 2015 hatte der Stadtrat mit einer Mehrheit aus CSU, FW und UW beschlossen, dass im Stadtgebiet Windräder generell nur unter Einhaltung nach der "10-H-Regelung" gebaut werden dürfen. Damals bedeutete das das Aus für einen Windpark bei Neukirchen. De facto sind aber nach diesem Beschluss keine Anlagen im Stadtgebiet möglich.

Bebauungspläne sollen künftig, so ein weiterer Antrag der SPD, Vorgaben für die optimale Ausrichtung der Gebäude zur Sonnenenergie-Nutzung enthalten. Versiegelung durch Schottergärten soll verhindert werden. Ferner sollen neue Baugebiete, die nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen werden können, mit Blockheizkraftwerken versorgt werden.Grundsätzlich will die SPD mit einem weiteren Antrag erreichen, dass die Stadt bei der Ausweisung neuer Baugebiete möglichst flächenschonend vorgeht.

Schließlich soll der Ausschuss noch über den "1000-Bäume-Antrag" der Sozialdemokraten beschließen. Die Fraktion will ein Konzept sehen, um "die Anzahl und Qualität der Bäume im Stadtgebiet" zu erhöhen.

Die Pläne für das TWF-Gelände

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