Ostbayernring Etzenricht-Schwandorf genehmigt: Beschluss ab Freitag im Internet

Schwandorf
04.08.2022 - 09:28 Uhr

Die Regierung der Oberpfalz hat den Planfeststellungsbeschluss für den Ostbayernring im Landkreis Schwandorf erlassen. Die Unterlagen sind ab Freitag, 5. August, im Netz einsehbar und werden ausgelegt.

Der Planfeststellungsbeschluss für das Teilstück des Ostbayernrings zwischen Etzenricht und Schwandorf ist erlassen.

Der Abschnitt A des Ostbayernrings zwischen Etzenricht (Landkreis Neustadt-Waldnaab) und dem Umspannwerk Schwandorf ist genehmigt. Die Regierung der Oberpfalz hat den Planfeststellungsbeschluss für den Ersatzneubau dieser 380-kV-Höchstpannungsleitung erlassen. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit. Planfestgestellt wurde laut Mitteilung damit auch die erstmalige Mitnahme der 110-kV-Hochspannungsleitung (Schwandorf-Schwarzenfeld) im Bereich Schwandorf sowie der Rückbau des entsprechenden Teils der Bestandsleitung.

Vorhabenträgerin ist die Übertragungsnetzbetreiberin Tennet. Der Beschluss vom 29. Juli (Aktenzeichen: ROP-StabEnWi-3321.0-2-31) umfasst auch die Anpassungen von 110-kV-Leitungen des Bayernwerks. Der planfestgestellte Abschnitt A ist Teil des Ersatzneubaus des 185 Kilometer langen „Ostbayernrings" und der Verlauf besonders in der Stadt Schwandorf umstritten. Dort verläuft die Trasse nahe an der Wohnbebauung am Ettmannsdorfer Berg. Der Schwandorfer Stadtrat hat sich juristischen Beistand geholt und fasst eine Klage gegen den Beschluss ins Auge.

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Die Planfeststellung entspricht einer Baugenehmigung. Im Abschnitt A werden laut Regierung auf einer Länge von rund 44 Kilometern 114 Maste neu errichtet, mit einer Höhe von 30 bis 90 Meter. Die Leitung verläuft im Landkreis Schwandorf durch das Gebiet der Kommunen Wernberg-Köblitz, Nabburg, Schmidgaden, Fensterbach, Schwarzenfeld und Schwandorf. Im Landkreis Schwandorf werden laut Regierung 86 Maste neu errichtet. Nach der Inbetriebnahme des Neubaus werden bestehende 118 Maste (94 der Bestandsleitung des Ostbayernrings und 24 Maste der 110-kV-Leitung) zurückgebaut.

Im Planfeststellungsverfahren habe die Regierung der Oberpfalz die Stellungnahmen und Einwendungen von Behörden und Kommunen, Vereinigungen, anderen Versorgungsträgern und privaten Einwendern geprüft, abgewogen und soweit möglich berücksichtigt. Der Planfeststellungsbeschluss enthält demnach eine Vielzahl von Nebenbestimmungen, die sich zum Beispiel auf den Natur- und Artenschutz oder den Immissionsschutz beziehen.

Der Planfeststellungsbeschluss und die festgestellten Pläne werden nach der am 29. Juli erfolgten formellen Aushändigung an Tennet laut Regierung für die Veröffentlichung vorbereitet und sind ab 5. August 2022 auf der Internetseite der Regierung der Oberpfalz unter https://www.regierung.oberpfalz.bayern.de/service/planfeststellung/energ... einzusehen. "Eine Ausfertigung des Beschlusses mit einer Rechtsbehelfsbelehrung und einer Ausfertigung des festgestellten Plans liegt zudem für einen Zeitraum von zwei Wochen in den betroffenen Gemeinden aus", teilte die Regierung mit.

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Hintergrund:

Ostbayernring

  • Ostbayernring: 185 Kilometer lange Starkstromtrasse zwischen Redwitz (Oberfranken) Schwandorf.
  • Ersatzneubau: Bisher tragen die Masten je ein 380- und 220-Kilovolt-Leitungssystem. Künftig zwei 380-Kilovolt-Systeme.
  • Fertigstellung: Vorgesehen 2025. Bestehender Ostbayernring anschließend abgebaut.
 
 

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