Rückenschmerzen sind ein häufiges gesundheitliches Problem. Meist stecken mangelnde Bewegung, Fehlhaltungen oder Überbeanspruchung hinter den Beschwerden. Physiotherapeutin Heike Lautner aus Schwandorf kennt diese Problematik nur zu gut. Immer wieder kommen Patientinnen und Patienten zu ihr, die ihre Rückenschmerzen endlich loswerden wollen. „Eigentlich sollte jede und jeder zu Hause einen Gymnastikball haben“, sagt die Krankengymnastin. „Denn damit kann man sehr effektive Übungen machen, die man wunderbar in den Alltag einbauen kann.“ Kleiner Aufwand, große Wirkung. Oft genügen tatsächlich schon 15 Minuten am Tag, um spürbare Veränderungen zu erzielen.
„Übungen mit dem Gymnastikball empfehle ich vor allem den Menschen, die sonst nicht so viel Sport treiben und eher Bewegungsmuffel sind“, sagt Heike Lautner. „Aber die trotzdem bereit sind, etwas an ihrem Leben zu verändern, sich mehr zu bewegen und auf ihre Gesundheit zu achten.“ Die Physiotherapeutin vergleicht das gerne mal mit dem täglichen Zähneputzen. „Eigentlich müssten wir uns alle genauso angewöhnen, regelmäßig einige Dehn- und Kräftigungsübungen zu machen. Vor allem dann, wenn wir älter werden. Da muss man nicht gleich Bäume ausreißen, ein paar Minuten täglich bringen schon wahnsinnig viel. Wichtig ist die Regelmäßigkeit.“
Bewegung ist immer richtig und gut. „Spätestens dann, wenn die ersten Warnsignale kommen, sollte man zu einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeuten gehen, um sich Übungen zeigen zu lassen und sich zu informieren. Denn das Problem ist häufig, dass manche Übungen einfach viel zu schwer für Nichtsportler sind. Zum Beispiel beim Pilates. Das sind zwar super Übungen gegen Rückenschmerzen, aber man muss eben genau wissen, was man machen soll und darf. Denn wenn jemand zum Beispiel schon einen Bandscheibenvorfall hatte, dann gibt es bestimmte Übungen, die sind dann nicht mehr ideal.“
Mit dem Gymnastikball fällt es sehr leicht, täglich etwas für die Gesundheit zu tun. „Wenn man zum Beispiel die Möglichkeit hat, dass man sich in der Mittagspause etwa zehn Minuten flach auf den Boden legen kann, die Beine auf dem Gymnastikball, dann bringt sogar das schon etwas“, weiß die Physiotherapeutin. „Wenn man dann noch einige Übungen machen kann, lässt sich einiges für den Rücken tun: Die Rumpfmuskulatur wird gestärkt und dadurch die Wirbelsäule deutlich entlastet, Bandscheibenproblematiken wird vorgebeugt. Genauso wie Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen.“

























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