Kurz vor dem Anpfiff der Deutschland-Partie ist in Schwandorf der Ernstfall eingetreten. In Schwandorf hat Landrat Thomas Ebeling aufgrund der schweren Unwetterlage eine Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) eingerichtet. Diese Maßnahme erfolgte am Montag um 22.18 Uhr gemäß Artikel 15 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes (BayKSG). Der Artikel ermöglicht die Einrichtung einer zentralen, behördenübergreifenden Führung und Koordinierung der Einsatzkräfte bei außergewöhnlichen Schadensereignissen.
Koordination im Landratsamt
Der Stab der Örtlichen Einsatzleitung tagte am späten Abend im Landratsamt Schwandorf unter der Leitung von Kreisbrandrat Christian Demleitner. Landrat Ebeling verschaffte sich vor Ort ein Bild der Lage und stand in engem Austausch mit der Einsatzleitung. Der Schwerpunkt der Unwetterlage lag im Stadtgebiet Schwandorf sowie in weiteren Teilen des Landkreises. Feuerwehren, Hilfsorganisationen, technische Fachdienste und die Polizei waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Am Montagabend waren gegen 23 Uhr rund 300 Einsatzstellen registriert. Die Einsätze wurden über die Kreiseinsatzzentrale (KEZ) Schwandorf disponiert, priorisiert und entsprechend ihrer Dringlichkeit koordiniert. Vorrang hatten Einsätze, bei denen Menschen in Gefahr sind oder erhebliche Schäden an kritischer Infrastruktur drohen.
Das Landratsamt Schwandorf hatte am Montagabend die Bevölkerung laut einer Pressemitteilung gebeten, unnötige Fahrten zu unterlassen, Einsatzstellen weiträumig zu umfahren und die Arbeit der Einsatzkräfte nicht zu behindern.
Gegen 1 Uhr zog das Landratsamt eine erste Bilanz. Zahlreiche Keller und Unterführungen waren vollgelaufen. Zu der Zeit waren noch 170 Einsatzstellen offen. Mehr als 400 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks sowie der Rettungsdienste sorgten dafür, dass Keller ausgepumpt und der Verkehr geregelt wurde. "Noch sind nicht alle Unterführungen im Stadtgebiet befahrbar", hieß es in einer Pressemitteilung.
Dabei ist laut dem Deutschen Wetterdienst bereits mit den nächsten Regenfällen aus dem südöstlichen Landkreis zu rechnen. Die Rettungskräfte hoffen, dass diese weitaus weniger Niederschlag mit sich bringen und an der Großen Kreisstadt vorbeiziehen. Für die Einsätze wurden eigens Hochwasserpumpen aus den Nachbarlandkreisen Amberg-Sulzbach und Neustadt/Waldnaab angefordert.
Diese Meldung basiert auf Informationen des Landratsamts Schwandorf und wurde mit Unterstützung durch KI erstellt.















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