25.04.2019 - 14:18 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Handwerklicher Stolz

Schuster Georg Eichmann kann 70. Geburtstag feiern

Georg Eichmann bei der täglichen Arbeit in seiner Werkstatt, die Präzision erfordert.
von Siegmund KochherrProfil

Die handwerkliche Fertigkeit der Schuhreparatur steht bei Georg Eichmann hoch im Kurs. Noch immer führt ihn sein täglicher Weg in die Werkstatt in der Bahnhofstraße 7, die Georg Eichmann von seinem Vater Josef im Jahre 1980 übernommen hat.

Gründer der Reparaturwerkstätte inklusive der Herstellung von Schuhen nach Maßarbeit war Vater Josef im Jahre 1938, der dann nach der Gefangenschaft im Jahre 1948 sofort wieder seinen geliebten Beruf fortführte. Nun konnte der jetzige Seniorchef des Schuhhauses Eichmann seinen 70. Geburtstag feiern.

Geboren ist der Jubilar in Schwarzenfeld und hatte nicht einmal 200 Meter in das Klassenzimmer seiner Schule zu gehen. Er blieb dort sechs Jahre und wechselte anschließend für vier Jahre in die Handelsschule nach Weiden. 1965 trat er dann in die Fußstapfen seines Vaters und erlernte den Beruf des Schuhmachers als damals der einzige Lehrling in ganz Bayern. Nach seiner abgeschlossenen Lehrzeit ging Georg Eichmann für ein Jahr nach Bingen am Rhein, um neue Kenntnisse in seinem Beruf zu erlangen. Danach kehrte er zurück nach Schwarzenfeld. Hier lernte er seine Ehefrau Marianne, eine geborene Lorenz aus Wölsendorf, kennen und lieben. Im Jahre 1980 heiraten die beiden, das Paar bekam als Hochzeitsgeschenk das Geschäftshaus übergeben und setzte die Tradition fort. Tochter Andrea und Sohn Stefan wurden geboren.

Vater Josef Eichmann hatte das Geschäftshaus im Jahre 1972 neugebaut, Sohn Georg erweiterte es im Jahre 1987 mit mehr Schaufensterfläche und mehr Innenraum. Die beiden Enkel Louis und Leni sind die Lieblinge und halten ihren Opa fit. Mit den beiden hat der Jubilar seine größte Freude.

2017 hat der Jubilar seiner Tochter Andrea das Schuhgeschäft übergeben, wo noch heute die freundliche Bedienung und Beratung nach dem Grundsatz der Familientradition erfolgt, "der Kunde ist König".

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