01.09.2019 - 14:26 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

"Ozapft is" in Schwarzenfeld

Für vier Tage ist es vorbei mit der Beschaulichkeit im Schlosspark. Denn jetzt wird dort auf die Kirchweih angestoßen und kräftig gefeiert. Bürgermeister Manfred Rodde übernahm dabei heuer zum letzten Mal einen wichtigen Job.

Bürgermeister Manfred Rodde und Festwirt Gerhard Böckl (von links) stoßen mit dem Vertreter der Brauerei Naabeck, Michel Weiler (rechts) und den Markträten auf ein gutes Gelingen der Feier an.
von Siegmund KochherrProfil

Dafür, dass bei dieser Kirwa einiges los war, sorgte schon das Musikprogramm. Immerhin dauert die Feier auch vier Tage, Finale ist am Montag, 2. September. Das Patrozinium der Alten Pfarrkirche legt den Grundstein für das Brauchtum. Gefeiert wird der Jahrestag der Heiligen Ägidius und Dionysius. Festwirt Gerhard Böckl ist bereits seit vielen Jahren für diesen gesellschaftlichen Höhepunkt im Markt Schwarzenfeld zuständig.

Noch etwas verhalten war der Besuch beim Auftakt am Freitag, als die „Gewekiner Buam und Madl“ im Festzelt im Schlosspark aufspielten. Am Samstag um 18 Uhr war dann Zeit für das traditionelle Standkonzert am Kreuz. Dort war die Musikkapelle unter Leitung von Dirigent Burkhart Weber angetreten, um nun offiziell die Kirwa einzuleiten. Ein Festzug, angeführt von der Musikkapelle, bewegte sich anschließend Richtung Bierzelt. Markträte, Bürgermeister Manfred Rodde, Festwirt Gerhard Böckl, Michael Weiler als Vertreter der Brauerei Naabeck und eine stattliche Anzahl von Bürgern schlossen sich dem Zug an. Auch die Marktmusikkapelle Straß sorgte dabei für Unterstützung der Schwarzenfelder Kollegen und erhielt anschließend im Festzelt viel Applaus für ihre Beiträge. Das gute Wetter tat ein Übriges für einen gelungenen Start. Festwirt Böckl spendierte allen, die mitmarschiert waren, eine Maß Bier. Ab 20 Uhr sorgten die „Rotzlöffl“ für Stimmung im Zelt.

Für Bürgermeister Manfred Rodde dürfte sich in die Feier auch ein Tropfen Abschiedsschmerz gemischt haben, als er zum Anzapfen des ersten Bierfasses antrat. Ein letztes Mal hielt er in dieser Funktion ganz offiziell den Hammer in der Hand und profitierte dabei von seiner langjährigen Erfahrung bei solchen Jobs. Er benötigte nur wenige Schläge und sorgte souverän dafür, dass der Naabecker Gerstensaft fließen konnte. „Ozapft is“ schallte es dann durch das Bierzelt, und die Kapelle spielte „ein Prosit der Gemütlichkeit“. Das Zelt füllte sich langsam, und dank der mitreißenden „Rotzlöffl“ waren bald Dirndl- und Lederhosenträger auf den Tischen und Bänken zu finden.

Hinter der Bühne gab es eine Bar mit Cocktails und Schnäpsen. Gefeiert wurde an diesem Abend noch lange, und zur Abwechslung bot sich bei erfrischendem Fahrtwind eine Runde im Autoscooter an.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.