10.07.2020 - 13:47 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Schwarzenfelder Störche seit einigen Tagen flügge

Julian Hunzinger, der junge Storchenexperte des Marktes, freut sich. Drei Jungstörche sind in diesem Monat flügge geworden. Wer sie beobachten will, sollte allerdings nicht trödeln.

Zwischenstopp bei der Futtersuche: Die Jungstörche stolzieren über die PV-Anlage, die auf der altem früheren Edeka-Gebäude an der Neuen Amberger Straße angebracht ist. Das Foto wurde vom Café Central aus geschossen.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

„Das Klappern der Störche ist in Schwarzenfeld kaum noch wegzudenken“, berichtet Julian Hunzinger. Er beobachtet seit längerem das Treiben der majestätischen Vögel. Bereits beim ersten Sonnenstrahl am Morgen machen sich die beiden Altstörche auf die Nahrungssuche, um ihren Nachwuchs mit Regenwürmern, Mäusen und vielen anderen Insekten zu versorgen.

Heuer wurden in Schwarzenfeld drei Jungstörche großgezogen. Nach einer Brutzeit von 33 Tagen sind etwa am 27. April die Jungstörche geschlüpft. Beim Ausschlüpfen wiegt ein Storch zwischen 65 und 80 Gramm, etwa so viel wie zwei kleine Hühnereier. Mit jeweils einem Tag Abstand schlüpfen dann meist die weiteren Jungen. Dann bringen die Altstörche den Kleinen Regenwürmer, Heuschrecken und andere Insekten zu fressen. Ein Jungvogel braucht für einen kurzen Zeitraum bis zu 1600 Gramm Nahrung pro Tag. Das bedeutet, dass der tägliche Nahrungsbedarf einer ganzen Storchenfamilie bei über 5000 Gramm liegt. Seit 5. Juli sind die Jungstörche flügge. Auch wenn die ersten Flugversuche noch schwierig waren, machen die drei einen sehr gesunden Eindruck.

Die Jungstörche kann man sehr gut von den Altstörchen unterscheiden. Sie sind nicht nur kleiner, auch der Schnabel und die Beine der Jungstörche sind noch schwarz, während sie bei den Altstörchen rot sind. Im Laufe der Zeit verändert sich die Farbe, was allerdings mehrere Monate bis Jahre dauert.

Blick zum Schwarzenfelder Horst mit den Jungstörchen.

Einer der beiden Altstörche ist, wie auch im vergangenen Jahr, beringt. So konnte neben der erfreulichen Nachricht über die drei Jungstörche auch durch die Ringablesung von Julian Hunzinger herausgefunden werden, dass der beringte Storch 2015 in Ipsheim bei Mittelfranken geboren ist.

Zudem kann anhand der Beringungsunterlagen entnommen werden, dass es sich bei dem beringten Altstorch um ein Weibchen handelt. Erfreulich ist zudem, dass die Ringnummer von 2020 mit der Ringnummer des Storches von 2019 übereinstimmt. „Somit kann man darauf schließen, dass der beringte Storch derselbe ist wie vom letzten Jahr, was mich besonders freut“, versichert Julian Hunzinger. Dies sei nicht ungewöhnlich, da der Storch horsttreu ist, also jedes Jahr versucht, wieder zu seinem Nest zurückzukommen.

Wer die gesamte Familie noch live beobachten möchte, sollte allerdings schnell sein, rät der junge Storchenexperte. Denn in wenigen Wochen heißt es Abschied nehmen von den Jungstörchen. Sie fliegen bereits vor den Altstörchen in den Süden. In den vergangenen Jahren war dies Ende Juli.

Zwei Storchenpaare auf den Türmen der Perschener St.-Peter-und-Paul- sowie der Nabburger St.-Georgs-Kirche

Nabburg

Zudem kann anhand der Beringungsunterlagen entnommen werden, dass es sich bei dem beringten Altstorch um ein Weibchen handelt. Erfreulich ist zudem, dass die Ringnummer von 2020 mit der Ringnummer des Storches von 2019 übereinstimmt. „Somit kann man darauf schließen, dass der beringte Storch derselbe ist wie vom letzten Jahr, was mich besonders freut“, versichert Julian Hunzinger. Dies sei nicht ungewöhnlich, da der Storch horsttreu ist, also jedes Jahr versucht, wieder zu seinem Nest zurückzukommen.

Wer die gesamte Familie noch live beobachten möchte, sollte allerdings schnell sein, rät der junge Storchenexperte. Denn in wenigen Wochen heißt es Abschied nehmen von den Jungstörchen. Sie fliegen bereits vor den Altstörchen in den Süden. In den vergangenen Jahren war dies Ende Juli.

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