12.05.2021 - 16:59 Uhr
Schwend/BirglandOberpfalz

Häuslebauer machen im Birgland mobil

Zahlreiche Bauanträge beschäftigen den Gemeinderat Birgland. Aber auch die Corona-Pandemie ist dort ein Thema.

Ein Baukran steht an einem neugebauten Haus. Auch im Birgland lagen im Gemeinderat viele Bauanträge vor.
von Franz MüllerProfil

In der weitläufigen Gemeinde Birgland scheint das „Baufieber“ ausgebrochen zu sein. Bei der letzten Sitzung des Gemeinderats wähnte man sich in einem Bautechnikerbüro. Von Sunzendorf bis Ödhaag reichte die Palette an Bau- und Umbaugesuchen. Diese Entwicklung ist ein deutliches Zeichen von Zuversicht in die Zukunft.

Bürgermeisterin Brigitte Bachmann konnte sich fast hinter einem Berg von Planmappen verstecken. Vorgeprüft vom Bauausschuss, lagen die Vorhaben von Wohnhäusern zahlenmäßig an der Spitze: Sie reichten vom Hauptort Schwend mit einem Zweifamilienhaus über Einfamilienhäuser in Sunzendorf, Frechetsfeld bis Kegelheim.

Dazu kamen noch Bauvoranfragen für Häuser in Riedelhof, Betzenberg und Fürnried. Zur Genehmigung standen noch zwei Ferienhäuser in Ödhaag. Die Landwirtschaft war mit der Errichtung einer Pultdachhalle als Liegebereich für Mastrinder in Tannlohe und dem Neubau eines Holzschnitzellagers in Riedelhof vertreten. Die Nachbargemeinde Alfeld hat den Bebauungsplan „Strassäcker III“ aufgestellt, zu dem Birgland gehört wurde und keine Einwendungen hatte.

Kein Geh- und Radweg

Einen Rückblick auf die Finanzlage gab es bei der Vorstellung der Jahresrechnung 2020. Der Verwaltungshaushalt (laufende Aufgaben) schloss mit 3 290 404 Euro ab, wobei dem Vermögenshaushalt (Investitionen) 728 295 Euro zugeführt werden konnten. Hier kamen Mehreinnahmen aus Grundstücksverkäufen und Minderausgaben bei Investitionen und Verschiebungen ins Jahr 2021 zustande. Dies führte zum Umfang von 3 348 529 Euro. Der Gemeinderat nahm die dargelegten Zahlen zur Kenntnis. Zurück zur Gegenwart kam man mit der Information über den geplanten etwa acht Meter hohen Lärmschutzwall zwischen der A 6 und dem Ort Poppberg. Da unter einem Teil des Walls der Ortskanal von Poppberg verläuft, muss ein Kanalschacht überfüllt werden. Da keine Mängel festgestellt wurden, kann diese Maßnahme umgesetzt werden. Bei dieser Schutzeinrichtung möchte die Autobahndirektion die 1966 gebaute Brücke über die Straße Gronatshof-Poppberg erneuern. Dabei könnte man einen Geh- oder Radweg mit anlegen. Bei den Kosten müsste das Birgland 50 Prozent tragen. Nach kurzer Diskussion zeigte der Gemeinderat kein Interesse.

Beim Infoteil erläuterte die Bürgermeisterin zum Antrag der CSU/FWG wegen Trägerwechsel der Kindergärten, dass dieser am 1. Februar vollzogen wurde. Die Evang.-Luth. Kirchengemeinde ist jetzt zuständig. Beim Feuerwehrwesen wird Schwend mit einem Verkehrsinformationssystem ausgestattet. Die anderen Wehren sind mit angeschlossen. Sie werden künftig mit den gleichen Schutzanzügen wie in Schwend ausgestattet. Elmar Halk wies als Vorsitzender des Zweckverbands Wasser Schwend-Poppberg-Gruppe auf den Abschluss des Drohnenfluges hin. Die Beteiligten erhalten ein Datenblatt, das nach Prüfung an das Ingenieurbüro zurückzusenden ist.

Teststation in Birglandhalle

Im Zug der Schaffung von Corona-Teststationen informierte Thomas Renner, dass seit 1. April in der Birglandhalle eine Station eingerichtet ist, betrieben von den „Helfern vor Ort“ und der Bergwacht Amberg/Kastl. Der Test pro Woche ist für jeden Landkreisbürger kostenlos. Den Dank dafür ergänzte die Bürgermeisterin noch mit dem Vorschlag von Maximilian Graf, der die Mithilfe der Räte vorschlug.

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