(no) Diese Anliegen hörte sich der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag, Karl Straub, im Ingenieurbüro Zeisig in Schwend an. Zustande kam das Gespräch, an dem sich Vertreter der Mittelstandsunion Amberg-Sulzbach und Amberg, der Kreishandwerkerschaft und der IHK Amberg-Sulzbach beteiligten, auf Vermittlung des Landtagsabgeordneten Harald Schwartz (CSU).
Vor der Diskussion zeigte Sebastian Zeisig dem Politiker seine Firma, Sie existiert seit mehr als 20 Jahren. Heuer hat der Jungunternehmer die Leitung übernommen. Ibz befasse sich, wie er darlegte, mit Geräteausrüstungen für alle haustechnischen Gewerke. Hochqualifiziertes Personal und eine 3 D-Gewerkskoordination mache die Planungen der Ibz zur zuverlässigen Konstanten bei jedem Bauablauf.
Industrie wirbt Leute ab
Kritik übten einige Gesprächsteilnehmer an der Handhabung öffentlicher Ausschreibungen für bestimmte Projekte. Klagen gab es über hohe Gehaltsangebote der Industrie, mit denen sie Beschäftigte aus dem Handwerk abwerbe. Eine Frage, die angegangen werden müsse, sei die attraktivere Gestaltung des Arbeitsplatzes.
Problematisch empfanden die Gesprächsteilnehmer die Entwicklung des Schulsystems. Die Eltern wollten ihre Kinder am liebsten im Gymnasium oder mindestens in der Realschule sehen. Wer heutzutage von der Grundschule in die Mittelschule wechselt, werde von der Öffentlichkeit schnell abgestempelt.
Aus Straubs Sicht folgten in der Politik großen Worten oft zu wenig Taten. Als Beispiel nannte er die Umsetzung des aktuellen Koalitionsvertrags durch die Bundesregierung. Überhaupt sei es wichtig, mehr Mittelstand in die Politik zu bringen.
Verordnungen halbiert
Die Unternehmer berichteten über Schwierigkeiten, geeignete Bewerber für eine ausgeschriebene Stelle zu finden. Sie beklagten sich auch über die anfallende Bürokratie. Es würden ihnen viele Aufgaben aufgebürdet, die letztlich für den Betrieb nichts bringen. Das wollte Harald Schwartz so nicht stehen lassen. Er verwies darauf, dass in Bayern seit 2003 50 Prozent der Verordnungen abgeschafft worden seien.
Ein Thema war die Wirtschaftsförderung von Unternehmen. Dazu meldete sich ein Teilnehmer zu Wort, der einen Neubau in einem Industriegebiet plant. Weil er einen Großteil der Arbeiten beim Kunden und nicht am unmittelbaren Standort erledigen müsse, erhalte er keine Förderung.
Abschließend betonte Straub, dass es darum gehen müsse, Handwerk und Mittelstand einen höheren Stellenwert zu vermitteln. Er bezog sich auch auf eine Plakataussage von Ministerpräsident Markus Söder, der sich für sichere Arbeitsplätze in allen Regionen stark mache.
Der 47-Jährige zog 2013 als Direktkandidat im Stimmkreis Pfaffenhofen an der Ilm in den Landtag ein. Erlernt hat er die Berufe des Automechanikers und des Bankkaufmanns. Es folgte eine Ausbildung zum Kfz-Betriebswirt. Vor seiner politischen Laufbahn führte er das Autohaus Straub in Wolnzach, wo er auch wohnt. Karl Straub ist verheiratet und hat zwei Söhne.















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