12.07.2018 - 11:39 Uhr

Selfness statt Wellness

Um gestärkt und glücklich aus einer schweren Situation herauszugehen, reicht Wellness oft nicht aus. Vielmehr sollte jeder in der Lage sein, sein Leben positiv zu gestalten, meint die OWZ-Glücksexpertin.

Wichtig ist, zu wissen, was einem gut tut und was nicht. Dann steht dem Glück nichts mehr im Weg. stock.adobe.com/kasto
Wichtig ist, zu wissen, was einem gut tut und was nicht. Dann steht dem Glück nichts mehr im Weg.

„Dieses Wochenende lasse ich mich mal richtig verwöhnen und mich glücklich machen!“ Wer dem Stress des Alltags entfliehen möchte, gönnt sich heutzutage gerne eine Auszeit in einem Wellness-Tempel. Hier wird einem nicht nur Gutes getan. Unterschiedliche Anwendungen wie Massagen, Entspannungsübungen, Bäder oder sportliche Betätigungen bauen Stress ab und fördern das Wohlbefinden. Doch ist Wellness wirklich das, was wir brauchen? Denn die Wirkung des Wohlbefindens, was „Wellness“ übersetzt eigentlich heißt, hat auch seine Grenzen.

Gegen Krisensituationen und die damit verbundenen inneren Konflikte können auch die kompetentesten Yogalehrer, Bademeister oder Masseure nicht allzu viel ausrichten. Häufig reicht es eben nicht mehr, sich einfach fallen zu lassen, um wieder glücklich zu werden. Um aus einer Krise gestärkt hervorzugehen, ist es notwendig, sich selbst weiterzuentwickeln und zu verändern.

Positives Leben

In der Vergangenheit erlebte der Wellness-Trend einen wahren Boom. Inzwischen entwickelt sich allerdings ein ganz neuer Weg: Selfness. Gemeint ist damit die Fähigkeit, sein eigenes Leben positiv zu gestalten und die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Die Wellness konzentriert sich vor allem auf körperliches und in dessen Folge auch auf geistiges Wohlbefinden. Die Selfness nimmt den Wunsch nach Entspannung und Genuss zwar auf, bindet aber Geist und Seele mit ein. Die Ziele von Selfness sind die Weiterentwicklung der Selbstkompetenz und die Fähigkeit, das eigene Leben in positiver Weise zu gestalten.

Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx war der Erste, der den Begriff Selfness verwendet hat. In seinem E-Book „Der Selfness Trend“ definiert er ihn über grundlegende Fähigkeiten wie körperliche Kompetenz, emotionale Kompetenz oder biografische Wachstums- und Reifungskompetenz.

Körperliche Kompetenz

Unter körperlicher Kompetenz versteht er die Fähigkeit des Menschen, die Verantwortung für sich und den eigenen Körper zu übernehmen. Dazu gehört nicht nur eine gesunde und ausgewogene Ernährung, sondern auch das Bemühen, fit zu bleiben. Kurz gesagt: Es ist wichtig, ein Gefühl dafür zu bekommen, was einem selbst gut tut – und was eben nicht.

Wichtig sind auch soziale Kontakte und die Fähigkeit, im Einklang mit seinem Umfeld zu leben, dieses zu pflegen und für sich zu nutzen. Die Kunst ist es, sich beständig auf das eigene Wachstum einzulassen. Ob wir dafür jedoch wirklich Selfness-Hotels, Selfness-Travelling oder ein Selfness-Coaching brauchen, sei einmal dahingestellt.

 
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