24.01.2020 - 14:41 Uhr
Silberhütte bei BärnauOberpfalz

CSU-Spitzenkandidaten schmieden Regionalpakt "Aufbruch Nordoberpfalz"

Die CSU-Spitzenkandidaten Roland Grillmeier, Andreas Meier und Benjamin Zeitler zeigen gemeinsam Flagge. Mit einem Regionalpakt wollen sie die Landkreise Neustadt/WN und Tirschenreuth sowie die Stadt Weiden nach außen positionieren.

Gemeinsam wollen die CSU-Spitzenkandidaten Roland Grillmeier, Benjamin Zeitler und Andreas Meier (von links) die beiden Landkreis Neustadt/WN und Tirschenreuth sowie die Stadt Weiden voranbringen. Dazu stellten sie im Skilanglaufzentrum Silberhütte die Pläne für den Regionalpakt "Aufbruch Nordoberpfalz" vor.
von Martin Maier Kontakt Profil

Unter dem Titel "Gipfeltreffen" luden die zwei Landratskandidaten Roland Grillmeier und Andreas Meier sowie Oberbürgermeisterkandidat Benjamin Zeitler zum Pressetreffen auf die Silberhütte, an der Grenze der Landkreise Tirschenreuth und Neustadt/WN. Dort präsentierten sie den Regionalpakt "Aufbruch Nordoberpfalz". Falls das Trio bei der Kommunalwahl im März erfolgreich ist, will es das Arbeitspapier bis Dezember 2020 konkretisieren.

"Wir kennen uns seit vielen Jahren und wollen ein kleines Signal setzen, um in der Nordoberpfalz noch mehr zusammenzuarbeiten", sagte Grillmeier. Wichtig war für den Tirschenreuther CSU-Landratskandidaten, die Kontakte zu verstetigen. Meier nannte als Basis ihres Vorhabens das Vertrauen ineinander. "Wir können uns die Meinung sagen", erklärte der Neustädter Landrat. Er verwies darauf, dass sich die Konjunktur etwas eintrübe und somit auch die Haushalte wieder enger würden. "Daher ist Kooperation das Gebot der Stunde."

Den Regionalpakt stellte Zeitler vor. "Wir wollen gemeinsam noch mehr anschieben", gab der OB-Kandidat den Weg vor. Die interkommunale Zusammenarbeit solle künftig zum Vorteil aller Parteien gestärkt werden. Dazu nannte er sieben Hauptpunkte:

  • Stärkung der Freizeit- und Kulturregion: Als Beispiele nannte Zeitler das Landestheater Oberpfalz und die Silberhütte. Dabei würden die drei Gebietskörperschaften nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten für die überregionalen Einrichtungen suchen..
  • Schaffen einer gemeinsamen effizienten Struktur als Behörden- und Serviceregion: Beispielsweise solle die Möglichkeit für Synergien im Bereich der Verwaltungseinheiten, des Fuhrparks, von Baumaschinen, der Informationstechnologie und EDV-Systeme geprüft werden. „Da ist dem Denken keine Grenze gesetzt“, erläuterte der OB-Kandidat.
  • Eine gemeinsame handelnde und auftretende Wirtschaftsförderung stellen sich die drei für die Wirtschafts- und Tourismusregion vor. Dazu zählen sie unter anderem ein gemeinsames Rückkehrer-Management.
  • Eine weitere Vernetzung der Angebote stellen sie sich für die gemeinsame Bildungs- und Zukunftsregion vor.
  • Auch soll die Gesundheitsregion Nordoberpfalz gestärkt und ausgebaut werden. Dabei soll die Kliniken Nordoberpfalz AG in öffentlicher Hand zukunftssicher aufgestellt werden. Auf NT-Nachfrage wollte sich Meier nicht zu einer neuen Aufteilung der Kliniken-Anteile äußern. Bei der Ausgestaltung der Aktionärsvereinbarung müssten die Gebietskörperschaften offen in die Verhandlungen gehen. „Da muss man mit einem ganz weiten Blick drangehen.“ Auch neue Gesellschaftsformen dürften nicht außer acht gelassen werden. Letztendlich sei es eine Gemeinschaftsaufgabe.
  • Als weiteren Punkt zählte Zeitler die Bündelung grenzüberschreitender Initiativen und Partnerstädte sowie die Einrichtung einer Kontaktstelle in Pilsen auf.
  • Durch die Vernetzung der öffentlichen Verkehrsmittel und einer integrierten Energiestrategie soll eine gemeinsame Energie- und Verkehrsregion im Zeichen des Klimaschutzes vorangetrieben werden.

Landrat Andreas Meier stellte zudem klar, dass auch bisher zwischen den drei Gebietskörperschaften schon zusammengearbeitet werde. "Es gibt Bereiche, wo es sehr gut funktioniert, aber auch Bereiche, wo Luft nach oben ist. Zudem gibt es neue Felder, die noch überhaupt nicht beackert werden", verwies der CSU-Politiker unter anderem auf die künftige Entsorgung des Biomülls. "Wir stecken unsere Ziele immer höher."

Hintergrund:

Europäisches Naturverständniszentrum

Bürgermeister Alfred Stier war beim Gipfeltreffen auch vor Ort. Der Bärnauer Rathauschef kündigte an, dass er schon in vier Wochen die Machbarkeitsstudie für das "Erste Europäische Naturverständniszentrum" auf der Silberhütte (wir berichteten) präsentierten wird. "Egal wie die Studie ausfällt. Ich will nichts verheimlichen", versprach Stier.

Die Idee eines solchen Zentrums stößt auch bei Matthias Ziegler, Vierter Vorsitzender des Fördervereins Skilanglaufzentrum Silberhütte und Geschäftsführer des Erdenwerk Ziegler, auf Unterstützung. "Jede Firma bei uns sucht Leute, vom Ingenieur bis zum Hilfsarbeiter. Auch in diesem Hinblick ist ein solches Leuchtturmprojekt wichtig", verwies er auf die weichen Standortvorteile. Ziegler schlug vor, am Landratsamt eine Stelle zu schaffen, die solche Ideen mit begleitet und bei der Umsetzung hilft. (rti)

Unternehmer Matthias Ziegler brachte eine Koordinierungsstelle am Landratsamt ins Spiel. Er ist auch Vierter Vorsitzender des Fördervereins Skilanglaufzentrum Silberhütte.
Der Pistenbully ist neu und seit Ende Dezember im Einsatz.
Gemeinsam wollen die CSU-Spitzenkandidaten Benjamin Zeitler, Andreas Meier und Roland Grillmeier (von rechts) die beiden Landkreis Neustadt/WN und Tirschenreuth sowie die Stadt Weiden voranbringen. Dazu stellten sie gemeinsam mit Bärnaus Bürgermeister Alfred Stier im Skilanglaufzentrum Silberhütte die Pläne für den Regionalpakt "Aufbruch Nordoberpfalz" vor.
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