Der dritte Regionalbesuch der 19. Legislaturperiode führte das Präsidium des Bayerischen Landtags unter der Leitung von Landtagspräsidentin Ilse Aigner in die Oberpfalz. Die traditionsreichen Besuche dienen dazu, sich ein unmittelbares Bild von aktuellen Entwicklungen in den Regionen zu machen und den direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, Verantwortlichen aus Wirtschaft, Kommunalpolitik und Ehrenamt zu pflegen. Im Laufe einer Legislaturperiode werden alle Regierungsbezirke Bayerns bereist.
Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Station in Steinberg am See, die eindrucksvoll zeigt, wie zukunftsorientierte Regionalentwicklung gelingen kann. Bei der Besichtigung der Erlebnisholzkugel – der größten begehbaren Holzkugel der Welt – wurde deutlich, welche Strahlkraft innovative touristische Projekte entfalten können. Die im Jahr 2019 eröffnete Anlage ist Teil eines Mehrgenerationenparks und hat sich mit rund 280.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich zu einem bedeutenden Anziehungspunkt im Oberpfälzer Seenland entwickelt.
Tragende Stütze der Gesellschaft
Landtagspräsidentin Ilse Aigner hob die Bedeutung solcher Initiativen für die gesamte Region hervor: „Die touristische Entwicklung mit Mut und Kreativität ist ein zentraler Schlüssel für tragfähige und zukunftsweisende Konzepte. Hier in Steinberg am See wird sichtbar, was entstehen kann, wenn Ideen entschlossen umgesetzt werden.“ Gleichzeitig unterstrich sie die Rolle des bürgerschaftlichen Engagements als Grundlage solcher Erfolge: „Gerade in kleineren Gemeinden zeigt sich, wie viel durch ehrenamtliches Engagement bewegt werden kann. Die vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger leisten Großartiges. Ihr Einsatz ist unbezahlbar und eine tragende Stütze unserer Gesellschaft.“
Das Projekt der Erlebnisholzkugel verdeutlicht zudem, wie wichtig das Zusammenspiel von unternehmerischer Initiative, kommunaler Unterstützung und regionaler Identität ist. Der Initiator des Projekts, Tom Zeller, verfolgt mit dem Konzept das Ziel, Menschen in Bewegung zu bringen und neue Impulse für die Region zu schaffen. Diese Verbindung aus Erlebnis, Natur und Innovation wurde von der Delegation als beispielhaft für moderne Tourismusentwicklung gewürdigt. Aigner betonte in diesem Zusammenhang auch die Notwendigkeit, erfolgreiche Ansätze langfristig zu sichern: „Es gilt, das Erreichte zu bewahren und zugleich weiterzuentwickeln. Steinberg am See ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie aus einer Vision ein nachhaltiges und identitätsstiftendes Projekt werden kann.“
Neben dem touristischen Schwerpunkt informierten sich die Mitglieder des Landtagspräsidiums im weiteren Verlauf des Tages auch über wirtschaftliche und sicherheitspolitische Themen in der Region. So besuchte die Delegation unter anderem das Unternehmen CUBE Bikes in Waldershof, das sich von einem regionalen Betrieb zu einem international erfolgreichen Fahrradhersteller entwickelt hat und zugleich fest in der Region verwurzelt ist.
Abendempfang als Abschluss
Darüber hinaus stand ein Besuch des NATO-Truppenübungsplatzes Grafenwöhr auf dem Programm, einem der größten Übungsplätze Europas und bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Oberpfalz. In Gesprächen mit Verantwortlichen vor Ort wurden aktuelle sicherheitspolitische Entwicklungen sowie die Rolle des Standorts für die Region erörtert. Den Abschluss bildete ein Abendempfang in Steinberg am See. In der Eventlocation an der Holzkugel kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Ehrenamt, Kommunalpolitik, Wirtschaft und Gesellschaft erneut mit den Abgeordneten ins Gespräch. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass der Zusammenhalt vor Ort und das Engagement der Menschen wesentliche Grundlagen für eine positive Entwicklung der Regionen in Bayern sind.















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