04.09.2020 - 12:03 Uhr
StörnsteinOberpfalz

Sommer 2020: heute T-Shirt morgen Regenschirm und Pulli

Spannendes Wetter gab es zum Schluss des Sommers in Störnstein. Nach einem kühlen Start in die eigentlich warme Jahreszeit folgten erst eine Hitzewelle, dann Sturm und schließlich Dauerregen.

Bei weitem nicht mehr so trocken und heiß wie die beiden vergangenen Jahre präsentierte sich der Sommer 2020.
von Uwe Ibl Kontakt Profil

"Durchwachsen", bezeichnet der Hamburger Wetterbeobachter David Frahnow den Sommer 2020. Die Wetterstation im Garten seiner Eltern in Störnstein zeichnete erst ab dem 31. Juli hochsommerliche Temperaturen mit 31,9 Grad Celsius auf. Davor gab es immer wieder mal ein paar Sommertage über 25 Grad. "Aber wirklich Sommer war das nicht", urteilte Frahnow. Am 1. Juni registrierte er sogar leichten Bodenfrost. Die Lufttemperatur sank auf 3,7 Grad Celsius in 2 Meter Höhe.

Die längste sommerliche Phase, in der die Tageshöchsttemperatur mindestens 30 Grad erreichte, dauerte vom 7. bis 13. August. Den Spitzenwert mit 34,1 Grad Celsius maß Frahnow erst am 21. August. Danach gab es einen von zahlreichen Temperaturstürze in diesem sehr launischen und sprunghaften Sommer. "An so etwas müssen wir uns gewöhnen. Heute die kurze Hose, morgen den Pulli mit dem Regenschirm."

Mit einer Mittleren Temperatur von 17,9 Grad Celsius war der Sommer um 0,5 Kelvin über dem Mittel. 10 Tropentage, 34 Sommertage und 71 Wärmetage wurden in Störnstein erfasst.

Mit 266,1 Millimetern Niederschlag fiel 15 Prozent mehr Regen als im Mittel. An 43 Tagen gab es messbaren Niederschlag, an zwei Tagen Starkregenereignisse über 25 Liter. Am 14. Juni prasselten 26,4 Liter und am 30. August 27,5 Liter Wasser auf den Boden.

Als seltenes Ereignis bezeichnet Frahnow Sturmtief Kirsten, das am 26. August über die Mitte Deutschlands zog.

So begann der Sommer 2020

Störnstein
Sturm Kirsten:

Herbststurm noch im Sommer

"Das erste Sturmtief des Herbstes kam schneller als wir Wetterfrösche es dachten", sagt David Frahnow. Die Sturmsaison beginnt eigentlich erst am 1. September. Kurz nach 10 Uhr erreichten die Windböen des Tiefs Kirsten am Mittwoch, 26. August, Störnstein mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h, was der Windstärke 7 entspricht. In Weiden erreichten die Winde 63 km/h an der alten Wetterwarte am Butterhof und in Grafenwöhr 52 km/h. Heftiger blies der Sturm in Flossenbürg mit bis zu 71 km/h. (ui)

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