19.03.2021 - 17:17 Uhr
StullnOberpfalz

Stets bereit, im Leben "Ja zu sagen"

Franz Sorgenfrei war verantwortungsbewusst, gemeinschaftsprägend und glaubensstark: Im Trauergottesdienst wurden die Verdienste des im Alter von 71 Jahren verstorbenen langjährigen Gemeinderates gewürdigt.

Während der Totenmesse in der St.- Barbara- Kirche erinnerte das von Rosen umrankte Bild an den verstorbenen Franz Sorgenfrei.
von Herbert RohrwildProfil

Pfarrer Heinrich Rosner zelebrierte mit den Mitbrüdern Joseph Kokkoth und Pater Justine das Requiem für Franz Sorgenfrei in der St.-Barbara-Kirche Stulln. Unter Einhaltung der Regeln zur Corona-Pandemie konnte das Gotteshaus nicht alle Trauergäste aufnehmen. Aber die Übertragung der Totenmesse ins Pfarrheim ermöglichte die Teilnahme.

Menschen, die sich um die Gemeinschaft verdient gemacht haben

Nabburg

"Seit Beginn von Corona sind Menschen verstärkt auf der Suche nach ihrem Sinn", so Pfarrer Heinrich Rosner in seiner Predigt. Franz Sorgenfrei fühlte sich verunsichert, erkannte aber, dass seine geliebte Kirche und seine Sakristei ihm Zufluchtsort waren. Hier fand er einen Teil seiner Lebensaufgabe.

Verantwortung übernommen

Franz Sorgenfrei war beim „Hirmer“ als Ältester von drei Buben aufgewachsen. Nach Abschluss der Volksschule besuchte der Jugendliche die Landvolkhochschule in Niederalteich, übernahm den Hof als 28-Jähriger und heiratete Maria Lobinger. Aus der Ehe gingen die Kinder Silvia und Helmut hervor. Nach der Verpachtung der Felder und Wiesen 2003 gestaltete Franz Sorgenfrei den Stall in einen Partyraum um, in dem wunderbare Feste gefeiert werden konnten.

Mit Überzeugung engagierte sich der Verstorbene im kirchlichen Leben und übernahm Verantwortung. Ab Januar 1995 war er Mitglied der Kirchenverwaltung und seit 1. Oktober 1998 bis Jahresende 2019 als Kirchenpfleger in finanziellen Angelegenheiten vertrauter Mitarbeiter des Pfarrers. Als Mesner ab März 2004 war er ganz eng bei den Gottesdiensten dabei und bei den Vorbereitungen aller kirchlichen Feste eingebunden.

In den letzten beiden Jahren, so der Geistliche, verspürte Franz Sorgenfrei aufgrund einer Herzerkrankung seine gesundheitlichen Grenzen. „Arbeitsam und strebsam, voller Vertrauen in das Leben, gebaut auf Gott und bereit Ja zu sagen“, charakterisierte Pfarrer Rosner das sinnerfüllte Wirken.

18 Jahre im Gemeinderat

Verwurzelt mit vielen Vereinen im Dorf brachte Franz Sorgenfrei seine zuverlässige Unterstützung und Gestaltungskraft ein. „Franz Sorgenfrei gehörte 18 Jahre dem Gemeinderat an und übte 25 Jahre lang das Ehrenamt eines Feldgeschworenen aus“, hob Bürgermeister Hans Prechtl im Nachruf hervor. Die Zusammenarbeit war von Kompetenz, Sachlichkeit und dem Willen zum Konsens geprägt.

Prechtl streifte in seiner Würdigung die größtenteils jahrzehntelange Mitarbeit und Übernahme von Aufgaben in Organisationen und Vereinen: Bei der Feuerwehr, dem Schützenverein, dem CSU-Ortsverband, der Jagdgenossenschaft, dem Gartenbauverein, der Faschingsgesellschaft – Sorgenfrei war auch der erste Faschingsprinz – und dem Seniorenkreis. Der Weihnachtsmarkt des Skiclubs im Vierseithof ist alljährlich ein großes Ereignis. Der verdiente Mitbürger war Vorsitzender bei der Landjugend, der Jungen Union und beim Krankenpflegeverein. Als Zeichen des Dankes und der Verbundenheit wird im Sinne des Verstorbenen eine Spende an die Kuno- Kinderklinik in Regensburg geleistet.

Unter Leitung von Organist Roland Lebrech gestaltete eine Schola des Kirchenchores die Totenmesse musikalisch. Die Beerdigung fand im engsten Familienkreise statt.

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