19.04.2021 - 16:16 Uhr
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Amberg-Sulzbach: Trotz hoher Corona-Inzidenz keine Überlastung bei Intensivbetten

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Während viele Kliniken bei der Kapazität der Intensivbetten an ihre Grenzen stoßen, ist in den Krankenhäusern des Landkreises Amberg-Sulzbach noch etwas Luft nach oben.

Im St.-Anna-Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg werden derzeit drei Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Mit hoher Einsatzbereitschaft und einem gewissen Maß an Flexibilität begegnet das Personal am St.-Anna-Krankenhaus und an der St.-Johannes-Klinik in Auerbach der Pandemie, so die Informationen der Leitung des Kommunalunternehmens. Wie Marie Ehras, die im Stab des Vorstands auch für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist, gegenüber Oberpfalz-Medien erklärt, befanden sich bis Montag, 19. April, 7 Uhr, 14 Patienten mit einer bestätigten Covid-19-Infektion zur Behandlung in den Kliniken St. Anna (8) und St. Johannes (6). Drei dieser Patienten würden intensivmedizinisch betreut.

Aufstockung möglich

„Der Krisenstab des Kommunalunternehmens tagt mehrmals wöchentlich und entscheidet zeitnah aufgrund des sehr dynamischen Infektionsgeschehens in enger Absprache mit dem zuständigen Krankenhauskoordinator und dem Gesundheitsamt“, skizziert Vorstand Roland Ganzmann die Vorgehensweise unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Insgesamt sind im St.-Anna-Krankenhaus zehn Intensivbetten eingerichtet, wovon derzeit zwei frei sind. Kurzfristig wäre eine Aufstockung auf 14 Betten möglich.

Generell stellt Ganzmann fest, dass die Anzahl der stationär behandlungsbedürftigen Covid-19-Patienten gegenwärtig relativ konstant sei. Sämtliche Covid-19-Patienten würden bereits seit Beginn der Pandemie strikt von den übrigen Patienten der Krankenhäuser getrennt und auf eigenen Isolierstationen behandelt. Wegen möglicher Virusmutationen gebe es zudem eine strikte räumliche Trennung. Wie das Kommunalunternehmen weiter informiert, seien die internen Impfaktionen bei guter Annahme volle Erfolge gewesen. Dies spiegele sich in deutlich geringeren Covid-19-Erkrankungen innerhalb der Mitarbeiterschaft wider. Jedoch sei allen klar, dass auch die Immunisierung durch Erkrankung oder Impfung weiterhin die strikten Hygiene- und Abstandsregeln erfordere.

Weiterhin Besuchsverbot

Das seit Dezember 2020 gültige Besuchsverbot hat nach Angaben von Roland Ganzmann im Hinblick auf die steigenden Inzidenzzahlen der Region weiterhin Bestand. Ausnahmen gelten bei Geburt, schwerer Erkrankung und Sterbebegleitung. Details hierzu seien auch auf der Homepage des Kommunalunternehmens www.kh-as.de zu finden.

Ärztlicher Direktor Klaus Nester bewertet die aktuelle Situation wie folgt: „Auch nach über einem Jahr der Pandemie, nun in der dritten Welle, erlebe ich weiterhin eine sehr hohe Bereitschaft aller Mitarbeiter fürsorglich und patientenorientiert, in hoher Belastung zu arbeiten. Die Pandemie deckt im Gegensatz hierzu eine der größten Schwächen Deutschlands auf: die ständig weiter zunehmende, überwiegend destruktive und arbeitskraftbindende überbordende Bürokratie. Und hierfür ist immer niemand greifbar verantwortlich“, so der Mediziner.

In der Klärung dieser Verantwortlichkeiten und eine dementsprechende Reduzierung der Bürokratie auf ein erträgliches Maß, sieht Dr. Klaus Nester eine sehr wichtige politische Aufgabe für die Zukunft, auch in Hinblick auf die Zeit vor der nächsten Pandemie, was er aber in keinem einzigen Wahlprogramm finde.

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„Auch nach über einem Jahr der Pandemie, nun in der dritten Welle, erlebe ich weiterhin eine sehr hohe Bereitschaft aller Mitarbeiter.“

Ärztlicher Direktor Klaus Nester

Ärztlicher Direktor Klaus Nester

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