11.12.2020 - 12:43 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Wie die Brauerei Fuchsbeck zu ihrem Namen kam

Im vierten Teil der Serie des P-Seminars "Geschichte" am HCA-Gymnasium "Sulzbach und Rosenberg vor 100 Jahren" beschäftigen sich die Schüler mit der Historie der Brauerei Fuchsbeck.

Eine Aufnahme der Wirtsfamilie Orth Anfang der 1920er-Jahre. Der Knabe ganz rechts ist Georg Orth, ab 1951 „Fuchsbeck“-Wirt.
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„Seit 1834“ – mit dieser Jahreszahl wirbt die Brauerei Fuchsbeck auf allen Flaschen. Doch welche Entwicklungen machten die Sulzbacher Brauerei zu der, die sie heute ist? Und wie schmeckte das Bier damals?

Der Name der Brauerei geht auf die Familie Fuchs zurück, die am Schlossberg in Sulzbach eine Bäckerei besaß. 1820 wurde in der Bäckerei das erste Mal Bier gebraut. Besonders bedeutsam war das Jahr 1834, als die Bäckerei samt Braurecht in den Besitz der Familie Orth überging.

Diese vergrößerte neben ihrer Landwirtschaft und der Bäckerei auch die Brauerei. Vor allem die in der Bäckerei reichlich vorhandene Hefe soll zum guten Geschmack beigetragen haben. Zudem spielte der Standort eine wichtige Rolle. Die Lage am Schlossberg ermöglichte eine gute Kühlung der Biere – ein wichtiger Faktor in Zeiten, in denen es noch keine moderne Kühltechnik gab.

Dünnbier im Krieg

Im Ersten Weltkrieg musste das Bierbrauen teilweise eingestellt werden, da es an Getreide mangelte – oder es gab Dünnbier mit deutlich reduziertem Alkohol- und Kaloriengehalt, wie Armin Ertel, heutiger Leiter der Brauerei Fuchsbeck, erläutert. 1938 wurden Landwirtschaft sowie Bäckerei aufgegeben und Brauerei und Gastwirtschaft rückten in den Fokus.

Das Fuchsbeck-Bier vor 100 Jahren war laut Armin Ertel in erster Linie „ein keimfreies Grundnahrungsmittel mit vielen Nährstoffen. Mit dem heutigen Bier, das hauptsächlich als Genussmittel wahrgenommen wird, ist es kaum vergleichbar.“

Ein Interview mit Fuchsbeck-Bräu Armin Ertel im Gärkeller der Brauerei und Beiträge zur Geschichte der anderen Sulzbacher Brauereien finden Interessierte auf dem Instagram-Kanal „su_ro_1900“.

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