Sulzbach-Rosenberg
12.02.2021 - 09:23 Uhr

Damit der Fasching nicht ganz so traurig wird: Bettler-Bigband im Schaufenster

„Hurra, hurra, die Bettler-Band ist da!“ - das ist ein Ruf, der alljährlich am Faschingssamstag Angst und Schrecken in den Gaststuben und Wohnzimmern der Innenstadt verbreitet. Aber heuer wird er nicht erschallen.

Fotos, Festschriften und andere historische Dokumente sind im Schaufenster der Galerie der Gruppe '81 in der Frühlingstraße ausgestellt. Bild: ige
Fotos, Festschriften und andere historische Dokumente sind im Schaufenster der Galerie der Gruppe '81 in der Frühlingstraße ausgestellt.

Corona macht vor nichts und niemand Halt. Auch die Recken der Straßenmusikszene legt das Virus an die Kette: Nichts geht heuer mit dem berühmten Umgang, dieser mittlerweile fast 50-jährigen Tradition der Bettler-Bigband (BBB). Doch ganz muss die Stadt glücklicherweise nicht auf sie verzichten.

Bestens sind nämlich die personellen und künstlerischen Verbindungen der BBB zur bekannten Gruppe ’81, die heuer ihr 40-jähriges Bestehen feiert. Immerhin sind einige Mitglieder der Band auch in der Künstlergemeinschaft vertreten, und so kam Werner Häusler - ein solcher „Doppelagent“ - auf die Idee, in der Faschingszeit in den Schaufenstern der Galerie in der Frühlingstraße die „Bettler“ wenigstens optisch zu präsentieren.

So sind nun dort Fotos aus den vielen Jahren des Umgangs zu sehen, zum Teil mit geradezu abenteuerlich jungen Akteuren, denen man die heutigen Enkel natürlich damals noch nicht ansah. „Wir machen das, damit der Fasching nicht ganz so traurig wird“, meinen Werner Häsuler und Bernd Müller zu ihrer spontan geplanten Aktion.

Und wirklich, es ist alles da: Action beim Umgang, das Titelbild der aktuellen CD, frühe Plakat-Grafiken der Bettler und natürlich die Krönung der Laufbahn, die Urkunde über die längst fällige Verleihung des Kulturpreises der Stadt Sulzbach-Rosenberg im Jahr 2014 an die Bettler-Bigband. Der originelle Auftritt im ehrwürdigen Rathaussaal ist vielen Bürgern noch präsent. Wesentlich lockerer ging es dann am Fasching schon beim Fuchsbeck und beim Pamler zu, wenn der Umgang (2020 war es schon der 47.!) zu den Klängen von „Icecream“ oder dem „Königsjodler“ publikumswirksam endgültig kulminierte.

Sulzbach-Rosenberg23.02.2020

Schwarzweiß- und Farbbilder von den treuen Fotografen-Freunden, Kunstwerke mit der BBB als Thema, das alles kann der geneigte Bürger in diesen Tagen in der Frühlingstraße bewundern - ohne Eintritt, allerdings gezwungenermaßen auch ohne Bewirtung. Aber es reicht oft schon die Erinnerung an die manchmal eher trink- als spielwütige Truppe, um die zahlreichen Faschingssamstage wieder ins Gedächtnis zu rufen - ein Besuch lohnt sich!

Die Gruppe ’81 selbst wird sich heuer übrigens zum 40-Jährigen selbst vorstellen: Jede Woche soll ein Kunstwerk eines der 14 Mitglieder im Galerie-Fenster zu sehen sein, auch in der Zeitung werden die vier Jahrzehnte sicher gewürdigt. Die Bettler-Bigband, die ja bei der Taufe der Gruppe ’81 schon musikalisch Pate stand, ließ schon mal die besten Wünsche übermitteln. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja heuer doch noch mit einem Gastauftritt in der Galerie und dem entsprechenden Geburtstagsständchen.

Fotos, Festschriften und andere historische Dokumente sind im Schaufenster der Galerie der Gruppe '81 in der Frühlingstraße ausgestellt. Bild: ige
Fotos, Festschriften und andere historische Dokumente sind im Schaufenster der Galerie der Gruppe '81 in der Frühlingstraße ausgestellt.
Fotos, Festschriften und andere historische Dokumente sind im Schaufenster der Galerie der Gruppe '81 in der Frühlingstraße ausgestellt. Bild: ige
Fotos, Festschriften und andere historische Dokumente sind im Schaufenster der Galerie der Gruppe '81 in der Frühlingstraße ausgestellt.
Fotos, Festschriften und andere historische Dokumente sind im Schaufenster der Galerie der Gruppe '81 in der Frühlingstraße ausgestellt. Bild: ige
Fotos, Festschriften und andere historische Dokumente sind im Schaufenster der Galerie der Gruppe '81 in der Frühlingstraße ausgestellt.
 
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