22.07.2021 - 17:33 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Einwohneramt Sulzbach-Rosenberg in neuem Licht - und das mit weniger Stromkosten

Mitglieder der SPD und Stadtratsmitglieder halten die neuen Leuchtmittel in Händen. Elektrotechnikermeister Roland Segerer (MItte) zeigt den Eimer für die fachgerechte Entsorgung der alten Birnen und Röhren.
von Heidi FranitzaProfil

Die Umrüstung des Einwohnermeldeamts auf LED-Leuchtmittel hat sich schon nach knapp einem Dreivierteljahr amortisiert: Mit diesem Resümee beeindruckte der städtische Elektrotechnikermeister und kommunale Energiewirt Roland Segerer die Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion bei einem Besuch im Haus für Bürgerdienste.

Für den Austausch von 170 Leuchtmitteln im Erdgeschoss des Hauses gab die Stadt 1 567 Euro aus. Sie senke im Gegenzug ihre Energiekosten von 2975 Euro jährlich auf 776 Euro. „Das zweite Obergeschoss wurde in den vergangenen Wochen ebenfalls umgerüstet, das erste Obergeschoss ist bereits in Planung“, erläuterte Segerer kommende Sparmaßnahmen. Sukzessive kämen auch noch weitere Liegenschaften der Stadt an die Reihe.

Die SPD-Stadtratsfraktion hatte bei dem Ortstermin auch im Hinterkopf, dass ab dem 1. September diesen Jahres und erneut ab September 2023 verschiedene Leuchtmittel "ausgephast" werden. Betroffen sind zum Beispiel Kompaktleuchtstofflampen, Hochvolt- und Niedervolt-Halogenlampen und Kompaktleuchtstofflampen mit eingebautem Vorschaltgerät. Ab 2023 gilt das auch für die vielerorts eingebauten Leuchtstoffröhren T8 in verschiedenen Längen. Derartige Leuchtmittel dürfen dann nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Der Abverkauf von Rest- und Lagerbeständen bleibt jedoch zulässig.

Deswegen empfahl Roland Segerer: „Schon heute sollte man defekte Leuchtmittel gegen effiziente LED-Komponenten ersetzen. Ein etwas höherer Preis der LED wird durch die höhere Lebensdauer wieder wettgemacht. So hält eine LED-Lampe mit einer Lebensdauer von bis zu 50 000 Stunden bei einer Leuchtdauer von drei Stunden täglich rund 45 Jahre.“

Mittlerweile gebe es für fast jedes Leuchtmittel eine LED-Lösung, erklärte Segerer weiter. Zum Beweis hatte er in einer Präsentation alte Lampen oder Röhren der LED-Variante gegenüber gestellt. Der Elektromeister erklärte zudem, dass man in diesem Zusammenhang oft die Bezeichnung Retrofit höre. Das bedeute, dass das LED-Leuchtmittel die alte Glüh- oder Halogenlampe ersetzen kann, also in herkömmliche E 27, E14 oder auch G5 oder G13-Sockel passe. Ein Vorteil der LED-Lampen sei auch, dass sie in verschiedenen Farbtemperaturen angeboten werden. Mit einem weiteren Tipp beendete Roland Segerer seinen Vortrag: „In vielen privaten Haushalten sind Dimmer verbaut. In diesem Fall ist bei der Umrüstung darauf zu achten, dass die Lampen auch als dimmbar ausgezeichnet sind!“

Der Fraktionsvorsitzende Joachim Bender bedankte sich für den interessanten Vortrag und beendete den Ortstermin mit den Worten: „Die große Herausforderung wird sein, das enorme Sparpotential der LED-Technik auch zu nutzen."

 

 

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