30.07.2019 - 16:49 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Freisprechungsfeier der Schreiner-Innung Amberg-Sulzbach

Konjunktur und Auftragslage sind im Handwerk stabil. Nur mit dem Rohstofflieferanten der Schreiner sieht's derzeit nicht so gut aus.

Die Prüfungsbesten mit den Ehrengästen der Freisprechungsfeier.
von Redaktion ONETZProfil

Drei Jahre Ausbildung im Schreinerhandwerk fanden mit der Freisprechungsfeier ihren würdigen Abschluss. Die Gesellenstücke der Prüflinge zeigten ein hohes Maß an Ideenreichtum und handwerklicher Qualität.

Sabine Fersch, die Leiterin des Beruflichen Schulzentrums, zitierte in ihrer Rede eine Studie, nach der bei Jugendlichen Familie und Freunde den höchsten Stellenwert im Leben haben. Sie ergänzte den Hinweis mit den Worten, "vielleicht haben Sie ja den guten Freund an ihrer Seite während der Ausbildung gefunden". Damit unterstrich sie auch, wie wichtig und prägend die Zeit der beruflichen Ausbildung sei.

Musikalisch umrahmten das Abendprogramm drei junge Leuten, die durch die Verbindung zur Schreinerei Fischer den Bandnamen Fischer-Man-Friends fanden. Die Freisprechung der Auszubildenden übernahm Richard Siegler, Obermeister der Schreiner-Innung Amberg-Sulzbach. Er beglückwünschte die jungen Leute zu ihrer Entscheidung, einen Handwerksberuf zu erlernen, mahnte aber zugleich, dass es dem für den Beruf wichtigen Rohstofflieferanten Wald nicht gut gehe.

Bürgermeister Michael Göth würdigte die Leistungsbereitschaft der jungen Leute und wünschte ihnen einen perfekten Start ins Berufsleben. Die stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann sprach angesichts der Gesellenstücke ihren Respekt aus. Sie habe sich auch für das Handwerk interessiert, aber ihr sei der Zugang zu Männerberufen noch verweigert worden, erinnerte sie sich. "Bleibt im Handwerk", empfahl der stellvertretende Kreishandwerksmeister Rudolf Gössl. Konjunktur und Auftragslage seien sehr gut.

Den besten Abschluss erzielte Alexander Wenkmann von der Schreinerei Hans-Jürgen Mayer. Er wurde im Wettbewerb "Die gute Form" ausgezeichnet. Wenkmann hatte ein Smarthome-Möbel entwickelt; sozusagen den ehrwürdigen Musikschrank der 60er-Jahre in das digitale Zeitalter transferiert. Beleuchtung und Musikauswahl sind sprachgesteuert. Wenkmann sprach Dankesworte im Namen der Prüflinge.

Früher war es ein Musikschrank, heute ein Smarthome-Möbel mit Internetanbindung. Alexander Wenkmann heimst damit eine Auszeichnung im Wettbewerb „Die gute Form“ ein.

In der Lehrabschlussfeier wurden auch die 14 Schüler des Berufsgrundschuljahres verabschiedet. Mit einem sagenhaften Notendurchschnitt von 1,0 schnitt Sophie Hönle von der Schreinerei Fellner in Massenricht als Klassenbeste ab. Auch der zweitbeste Notenschnitt von 1,44 ging an eine weibliche Auszubildende. Julia Jäger wird ihre Lehre nun im Bundeswehrdienstleistungszentrum Amberg fortsetzen.

Das Berufsschulgrundjahr beenden Sophie Hönle von der Schreinerei Fellner (Dritte von links) in Massenricht als Klassenbeste mit einem Notendurchschnitt von sagenhaften 1,0 und Julia Jäger vom Bundeswehrdienstleistungszentrum Amberg (Zweite von links) mit 1,44. Stellvertretende Landrätin Brigitte Bachmann und Bürgermeister Michael Göth gratulieren.

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