21.09.2021 - 15:35 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Für Bodensanierung in der Maxhütte klafft Finanzierungslücke

Aus dem westlichen Maxhüttengelände in Sulzbach-Rosenberg müssen 250 000 Tonnen belastetes Material ausgebaut werden. Das will der Eigentümer finanziell nicht alleine schultern.

Auch die Hochofen-Plaza mit Umgriff gehört zum westlichen MH-Areal, das noch saniert werden muss.
von Externer BeitragProfil

Seit Langem wird bereits über die Industriebrache der Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg und vor allem über eine mögliche Folgenutzung diskutiert. Um auch einen Teil zu einer nach wie vor möglichen Lösung beizutragen, hat die CSU-Kreistagsfraktion nun das Maxhüttenareal besichtigt und sich vor Ort ein Bild gemacht, heißt es in einer Presseinformation der Christsozialen.

Zunächst stellten MHVV-Geschäftsführer Bernhard Dobler und Karl Reyzl die Eckdaten vor: „Das Ostgelände ist bereits saniert. Das Westgelände hat eine zu sanierende Fläche von etwa 300 000 m² und ist noch unsaniert. Insgesamt beträgt das Sanierungsvolumen rund 250 000 Tonnen an auszubauendem Bodenmaterial verschiedenster Belastungsgrade. Wir sprechen hier also von einer Herkulesaufgabe für alle Beteiligten“, werden Dobler und Reyzl zitiert.

Dass die Sanierung und die dann mögliche Folgenutzung für die gesamte Region von großer Bedeutung sei, betonten CSU-Fraktionsvorsitzender Bernhard Lindner und stellvertretender Landrat Stefan Braun auf dem MH-Gelände. „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, den Schutz der Umwelt durch Beseitigung der Bodenbelastung und eine sinnvolle Folgenutzung einer bereits versiegelten Fläche zu verbinden. Davon würde nicht nur die Stadt Sulzbach-Rosenberg, sondern der gesamte Landkreis profitieren“, unterstrichen die Kommunalpolitiker gemäß der Presseinfo. Sowohl die Aicher-Gruppe als Eigentümer als auch weitere Institutionen hätten bereits Konzepte in der Schublade, heißt es darin weiter.

Mögliche Beteiligung

Wie 2. Bürgermeister Günter Koller und Sulzbach-Rosenbergs CSU-Vorsitzendem Patrick Fröhlich sagten, beinhalte eine Folgenutzung eine ganze Reihe unterschiedlicher Ansätze. Dazu gehörten gewerbliche und wissenschaftliche Nutzung, Wohnbebauung, ein denkmalgeschützter Bereich um den Hochofen oder eine anteilige Renaturierung.

Derzeit gäbe es laut Bernhard Dobler noch eine größere Finanzierungslücke, die geschlossen werden müsse, bevor der Eigentümer die Maßnahme anpacken könne. Man befinde sich in guten Gesprächen mit dem Freistaat, der auch eine signifikante finanzielle Beteiligung an der Sanierung in Aussicht gestellt habe. „Wir arbeiten intensiv an Lösungsansätzen, um den gordischen Knoten zu durchschlagen“, kommt Dobler am Ende des Pressetextes zu Wort.

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Die CSU-Kreistagsfraktion besichtigte das Maxhüttenareal und informierte sich dort auch über die noch nicht umgesetzte Sanierung des Westgeländes.

„Wir arbeiten intensiv an Lösungsansätzen, um den gordischen Knoten zu durchschlagen.“

Bernhard Dobler, MHVV-Geschäftsführer

 

 

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