17.08.2020 - 12:15 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Hildegard Christ lässt ihre Liebe zur Natur spüren

Die Künstlerin ist 101 Jahre alt. Hunderte Zeichnungen von ihr sind derzeit in einer Sonderausstellung im Stadtmuseum zu sehen. Es sind keine Leihgaben, denn Hildegard Christ hat ihr Lebenswerk ihrer Heimatstadt zum Geschenk gemacht.

Hildegard und Josef Christ dürfen sich an den Händen halten, Bürgermeister Michael Göth (rechts) und Sulzbach-Rosenbergs Ehrenbürger Hans Wuttig (Zweiter von rechts) wahren auch im Museumshof Abstand.
von Helga KammProfil

Der Tag Maria Himmelfahrt steht im Zeichen von Blumen und Kräutern - ein guter Tag also für die Eröffnung einer Ausstellung, in der es um das Werk einer Pflanzenmalerin geht. Hildegard Christ und ihr Mann Josef waren im Hof des Stadtmuseums umringt von Familienmitgliedern und Freunden. Sie zeigten sich froh und dankbar über die offizielle Feier, über ehrende Worte und Auszeichnungen.

Da der Eröffnungstermin der Ausstellung coronabedingt mehrmals verschoben werden musste, freute sich auch Museumsleiterin Edith Zimmermann über den Start und kündigte zugleich eine Verlängerung bis voraussichtlich Januar 2021 an. Zimmermann dankte dem Ehepaar Christ sowie zahlreichen Mitstreitern, die monatelang die Ausstellung vorbereitet hatten. Der Titel „Es muss noch etwas Höheres geben“ ist ein Wort der Künstlerin, in dem sie ihre Ehrfurcht vor der Harmonie der Schöpfung zum Ausdruck bringt.

Der Darstellung ihrer feinsinnigen Pflanzenporträts ist ein Großteil ihres Schaffens gewidmet. „Dabei“, so Edith Zimmermann, „ging es nicht um ein Abmalen der Natur, sondern sie hat versucht, dem Wesen ihrer Modelle auf die Spur zu kommen.“ Die Bilder, Zeichnungen und Skizzen in den Räumen des Museums bringen das zum Ausdruck, lassen den Betrachter Hildegard Christs Liebe zur Natur und ihre Kunst erkennen.

Zahlreiche Schrifttafeln zeigen den Lebenslauf, die schulische und berufliche Ausbildung der Künstlerin auf und beschreiben ihre Illustrationen für Schulbücher, medizinische und naturkundliche Fachliteratur. Nicht zuletzt ihre Zeichnungen zum Thema „Leben am Fluss“ für die Landesgartenschau 1996 in Amberg verhalfen ihr zu einem weiten Bekanntheitsgrad.

„Ich kann Ihnen gar nicht genug dafür danken“, wandte sich die Museumsleiterin an Hildegard Christ. Ähnliche Worte fand Bürgermeister Michael Göth für den Entschluss der Künstlerin, ihre Arbeiten aus jahrzehntelangem Wirken der Stadt und dem Museum zu schenken. „Mit der Ausstellung lösen wir unsere Zusage ein, Ihre Bilder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, sagte er. Mit einem Blumenstrauß und einer Urkunde dankte der Bürgermeister Hildegard Christ. Josef Christ überreichte er in Anerkennung seiner Verdienste um den Naturschutz die Knorr-von-Rosenroth-Medaille in Gold. Hans Wuttig, Ehrenbürger der Stadt, zeigte sich glücklich über die Ausstellung, und ein Helferinnen-Team des Museums versorgte die Gäste unter sorgfältiger Beachtung aller Hygiene-Regeln mit Getränken und Gebäck.

Über die Vorbereitungen der Sonderausstellung von Hildegard Christ

Sulzbach-Rosenberg
Auch Bilder aus den Jugendjahren der Künstlerin sind in der Ausstellung zu sehen.
Nicht nur Pflanzen, sondern auch Tiere sind auf den meisten Blumen-Bildern Hildegard Christs zu sehen.
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