11.05.2022 - 18:13 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Klassische Matinée im Rathaus zugunsten der Ukraine-Hilfe von Unicef

Drei Künstler nehmen das Publikum mit auf eine musikalische Reise, an deren Ende die ukrainische Nationalhymne erklingt. Die Nöte dort ein Stück zu lindern, ist das Ziel des Benefizkonzerts.

von Heidi FranitzaProfil

Ein kleines, aber interessiertes Publikum hatte sich am Muttertag - zugleich auch der 77. Jahrestag des Kriegsendes - vormittags im Rathaus zu einem Benefizkonzert eingefunden. Bürgermeister Michael Göth begrüßte die drei Künstler, die Mezzosopranistin Nicole Glamsch, ihren Ehemann Falk Samuel an der Querflöte sowie Johanna Marie Henning am Klavier. "Das Thema Liebe dominiert das Programm, denn die Liebe ist viel stärker als der Hass", führte Nicole Glamsch in den Ablauf des Konzerts ein und stellte damit eine Verbindung zur derzeitigen Situation in der Ukraine her; dem Grund für die Veranstaltung.

Das Mailied, ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe in der Vertonung von Ludwig von Beethoven, eröffnete einen Reigen an musikalischen Vorträgen, die sich alle am Hauptthema Liebe orientierten. "Berceuse" ist ein Stück von Gabriel Fauré, das im Original für Klavier und Violine geschrieben war. Falk Glamsch interpretierte es gefühlvoll mit der Querflöte. Mit der Arie "Voi che sapete" entführte Nicole Glamsch das Publikum in die Welt von Mozarts Figaro. Beeindruckend das flinke Spiel von Johanna Marie Henning beim Klaviersolo "Fantaisie Impromtu" von Frédéric Chopin. Die Pianistin war von 2017 bis 2021 als Korrepetitorin an der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg tätig. Schumann, Massenet, Bach und Brahms reichten sich im Rathaussaal musikalisch die Hände. Ihre Werke verbanden sich zu einem klangvollen und abwechslungsreichen Erlebnis.

Nur einmal standen während des Programms alle drei Künstler gemeinsam auf der Bühne. Es war für die Arie "Flammende Rose, Zierde der Erden", die im Händel-Werke-Verzeichnis unter der Nummer 210 geführt wird.

Der 3. Satz von Beethovens sogenannter Sturm-Sonate, die einzige in der Tonart d-Moll, war eine Offenbarung des Klavierspiels von Johanna Marie Henning. Einen passenden Abschluss verliehen die drei Künstler dem Benefizkonzert mit der ukrainischen Nationalhymne. Sie erinnerten damit, dass alle Spenden an die Ukraine-Hilfe der Organisation Unicef gehen.

 
 

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