26.04.2021 - 16:02 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Kommentar: Zukunft des Storg-Gebäudes nicht im Hinterzimmer verhandeln

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Sozialwohnungen anstelle eines Hotels: Der Eigentümer des früheren Kaufhaus Storg will seine neuen Pläne im Stadtrat präsentieren – aber nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das schadet der Akzeptanz des Projekts, meint Tobias Gräf.

Das frühere Storg-Kaufhaus in Sulzbach-Rosenberg gilt vielen als Schandfleck. Anstelle eines Hotels könnten dort bald Sozialwohnungen unterkommen. Das dürfte nicht jedem gefallen.
von Tobias Gräf Kontakt Profil
Kommentar

Eigentümer Thilo Rinkenburger will am Dienstag, 27. April, im Sulzbach-Rosenberger Stadtrat seine Pläne für das Storg-Gebäude vorstellen – unter Ausschuss der Öffentlichkeit. Es ist unverständlich, warum über eine solch wichtige Richtungsentscheidung nicht öffentlich debattiert werden soll. Wenn es stimmt, dass die Hotelpläne tot sind, könnte der Investor seinen Auftritt in der Sitzung nutzen, um Motive und Hintergründe für seine Kehrtwende zu erklären. Akzeptanz und Verständnis bei der Bevölkerung wären damit sicher leichter zu erreichen.

Sollten die Gerüchte stimmen und in der Storg-Ruine künftig tatsächlich sozialer Wohnungsbau realisiert werden, dürfte bestimmt auch die Debatte über die Folgen einer solchen Nutzungsform aufflammen. Denn zentral am Eingang zur historischen Altstadt gelegen, kommt dem Betonbau eine wichtige Funktion mit Hinblick auf Sogwirkung und Attraktivität der Einkaufszone zu. Wie die Stadträte zu dieser Frage stehen, bleibt aber unklar – zumindest dann, wenn das Thema wie beabsichtigt nicht öffentlich besprochen wird.

Die neuen Storg-Pläne sollen im Stadtrat vorgestellt werden - ohne die Öffentlichkeit

Sulzbach-Rosenberg

 

 

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