11.11.2019 - 15:27 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Neubau in Stifterslohe und Randzeitenbetreuung im Fokus

Die Planungen eines neuen Holzgebäudes ist derzeit das wichtigste Thema für den Waldkindergarten Stifterslohe. Die CSU informiert sich vor Ort über den aktuellen Stand und kündigt an, sich für Randzeitenbetreuung stark zu machen.

Die Kindergartenleitung Manuela Pickel und Wolfgang Reiff zeigten Eva Fröhlich, Nicole Selendt, Michaela Luber, Marion Walter, Evi und Johanna Rauch von der Frauen Union, Zweitem Bürgermeister Günther Koller und Stadtrat Patrick Fröhlich (von links) jene Stellen, an denen die Kinder vom Waldkindergarten ihre Vormittage verbringen.

Bei einem Besuch des Waldkindergartens in Stifterslohe hat sich die CSU Sulzbach-Rosenberg mit den Initiatoren und Leitern der Einrichtung, Wolfgang Reiff und Manuela Pickel, über den aktuellen Stand der Planungen für das neue Holzgebäude für Schlechtwettertage informiert. Dass die Einrichtung noch auf den Start der Arbeiten warten muss, liegt, so heißt es in einer Pressemitteilung der Partei, liege daran, dass wegen nötiger Nachbesserungen der Bauantrag bisher noch nicht genehmigt werden konnte, schilderte demnach Wolfgang Reiff.

Deshalb könne der Kindergarten noch nicht wie zunächst geplant, 40, sondern nur 32 Kinder betreuen. Er zeigte sich aber optimistisch, dass der Bau auf dem Hof des Kindergartens im Jahr 2020 starten kann. Stadtrat Patrick Fröhlich und Zweiter Bürgermeister Günther Koller sagten Reiff ihre Unterstützung der Stadt zu.

Der Waldkindergarten war vor fünf Jahren mit nur fünf Kindern gestartet. Derzeit werden in einer Kleinkindgruppe, die nur wenige Meter unterhalb der Kapelle in Stifterslohe im Schutz der Bäume ihren Platz hat, und in der Gruppe für Kinder ab drei Jahren auf einer weitläufigen, sonnenbeschienenen Kuppel, insgesamt 32 Kinder betreut. Die Besucher von der CSU zeigten sich begeistert vom Konzept und der Örtlichkeit.

Grundzüge besprochen

Einrichtungsleiterin Manuela Pickel informierte über den Stand der Einführung eines digitalen Anmeldeportals für Kindertagesstätten in Sulzbach-Rosenberg. Mittlerweile habe ein Treffen der Leiterinnen in der Stadtverwaltung stattgefunden, bei dem Grundzüge des Systems besprochen worden sind.

Die CSU war es, so der Pressetext weiter, die das System beantragt hat, um den Bedarf an Betreuungsplätzen besser im Auge behalten zu können und Mehrfachanmeldungen zu vermeiden. Die Besucher der "Haselstrolche" von Stifterslohe zeigten sich zufrieden, dass i diesem Punkt etwas vorangeht.

Zudem kündigte die Vorsitzende der Frauen Union, Nicole Selendt, an, dass sich die CSU für eine städtische Randzeitenbetreuung stark machen werde. Hintergrund der Initiative ist die Tatsache, dass es in vielen Kindertagesstätten Sulzbach-Rosenbergs jeweils nur wenige Eltern gibt, die für ihre Kinder eine längere Betreuungszeit benötigen. Nur wegen einem oder zwei Kindern die Einrichtung länger geöffnet zu lassen, ist aber nicht möglich, die Personalkosten stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Sehr gute Erfahrungen

"Um diesen Eltern - vor allem Müttern, die im Einzelhandel, im Schichtdienst in der Industrie oder in der Pflege arbeiten - trotzdem unter die Arme greifen zu können, muss eine Randzeitenbetreuung aufgebaut werden", sagte Selendt. Ihre Stellvertreterin Eva Fröhlich verwies auf andere Städte, wo damit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht werden, unter anderem in Neumarkt. Dort organisiert ein externer Träger eine Randzeitenbetreuung mithilfe von Tagesmüttern, ehemaligen Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen, die von der Stadt gefördert werden und von den Eltern nur einen kleinen Obolus in Höhe von drei Euro pro Stunde abverlangt.

Stadträtin Evi Rauch begründete das Ansinnen der CSU mit den Worten: "Wir können es uns nicht leisten, dass eine Krankenschwester ihrer Arbeit nicht nachgehen kann, nur weil sie keine passende Kinderbetreuung hat."

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