01.10.2021 - 11:40 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Neue Führungsspitze übernimmt bei der Tischgesellschaft Riglasbrünner

Der Vorsitzende Otto Windisch verstorben, das Vereinslokal Mutzbauer geschlossen: Für die Zukunft der Riglasbrünner sah es düster aus. Nun lösen sich die Sorgen bei der Tischgesellschaft in Luft auf.

Deutlich verjüngt zeigt sich die Führungsriege der Riglasbrünner um die neu gewählten Vorsitzenden Christan Stöcklmeier und Stefan Karg (vorne, Zweiter und Dritter von links).
von Autor RLÖProfil

"Mit neuen Gesichtern in die Zukunft" lautet die Devise bei der Tischgesellschaft Riglasbrünner. Zweiter Vorsitzender Michael Scherer, der den über 110 Jahre alten Traditionsverein seit dem Tod des Vorsitzenden Otto Windisch kommissarisch durch die Corona-Zeit geführt hatte, übergab die Verantwortung jetzt in jüngere Hände. Künftig bestimmen Vorsitzender Christian Stöcklmeier und sein Vize Stefan Karg die Geschicke.

Mit gemischten Gefühlen hatten sowohl die Verantwortlichen als auch viele Mitglieder der Jahreshauptversammlung im Kettelerhaus entgegen gesehen, erschien es doch bis zuletzt ungewiss, ob sich überhaupt eine Zukunftsperspektive für den Verein ergeben würde. Neben der verwaisten Vorstands-Position hatte die Tischgesellschaft mit der Schließung des Gasthauses Mutzbauer in Breitenbrunn auch noch den Verlust ihres Vereinslokals zu beklagen.

Funktion als sozialer Anlaufpunkt

Nicht ohne Grund sprach Bürgermeister Michael Göth vor der Mitgliederversammlung von schwierigen Zeiten für die Riglasbrünner, aber auch generell für die Vereinswelt in Sulzbach-Rosenberg. Umso mehr wünsche und hoffe er, dass die Tischgesellschaft unter einer neuen Führung erfolgreich weiter arbeiten und auch in Zukunft ihre Funktion als sozialer Anlaufpunkt für die Mitglieder erfüllen könne.

Beim Gedenken an die seit der letzten Hauptversammlung verstorbenen Mitglieder würdigte Scherer besonders das Wirken des Vereinsmusikers Fritz Biersack und die verdienstvolle Arbeit des Vorsitzenden Otto Windisch. Die Pandemie habe die Vereinsarbeit völlig zum Erliegen gebracht, stellte Scherer anschließend fest. Die Mitglieder-Betreuung bei Geburtstagen habe auch im Lockdown Kassenwart Erwin Mutzbauer mit seiner Frau Angela im Alleingang sichergestellt.

Ehrungen und Neuwahlen

Eine angenehme Aufgabe erfüllten der kommissarische Vorsitzende Scherer und Kassier Mutzbauer mit der Ehrung von drei Vereinsjubilaren. Für 40 Jahre Treue nahmen Gerhard Donhauser, für jeweils 20 Jahre Mitgliedschaft Georg Vogl und Sepp Lösch Ehrennadeln, Urkunden und Präsente entgegen.

Die anschließende Wahl drohte ins Stocken zu geraten, nachdem zwei vom Vorstand vorgeschlagene Kandidaten für den Vorsitz dies ablehnten. Dann aber zeigten plötzlich zwei jüngere Mitglieder Bereitschaft, in die Verantwortung einzutreten. Jeweils einstimmige Ergebnissen spiegelten die Erleichterung der Versammlung wider: Vorsitzender Christian Stöcklmeier, Stellvertreter Stefan Karg, Schriftführer Klaus Maderer und Klaus Zahn, Kassiere Erwin Mutzbauer und Hans Schönmann, Beisitzer Hans Frieser, Felix Scherer, Walter Mertel, Michael Högner und Michael Scherer, Kassenrevisoren Heiner Bublitz und Ludwig Mutzbauer.

Eine feste Bleibe verschaffen

Seine erste Aufgabe sieht der neue Vorsitzende Christian Stöcklmeier darin, der Tischgesellschaft wieder eine feste Bleibe zu verschaffen. Er werde zunächst einmal das Gespräch mit den jetzigen Besitzern des ehemaligen Gasthauses Mutzbauer suchen. Immerhin lägen in Breitenbrunn ja auch die Wurzeln dieses Traditionsvereins.

Neues Leben am Eingang zum Breitenbrunner Tal

Sulzbach-Rosenberg
Jubilarehrung bei den Riglasbrünnern: (von links) Bürgermeister Michael Göth, Georg Vogl, Sepp Lösch, Gerhard Donhauser und der bisherige Zweite Vorsitzende Michael Scherer.

 

 

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