08.04.2021 - 15:13 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Neuer Chef bei Fraunhofer-Umsicht in Sulzbach-Rosenberg

Lösungen für das Gelingen der Energie- und Rohstoffwende will der neue Chef des Sulzbach-Rosenberger Forschungsinstituts mit seinem Team entwickeln.

Das neue Leitungsteam bei Fraunhofer-Umsicht in Sulzbach-Rosenberg (von links): Samir Binder, Fabian Stenzel, Robert Daschner, Matthias Franke, Frederik Betsch und Katharina Reh.
von Externer BeitragProfil

Der Institutsteil Sulzbach-Rosenberg des Fraunhofer-Instituts Umsicht hat einen neuen Leiter. Offiziell zum 1. März hat Professor Dr.-Ing. Matthias Franke die Leitungsaufgabe von Andreas Hornung übernommen, geht aus einer Pressemitteilung hervor. Stellvertretender Leiter des Institutsteils ist weiterhin Samir Binder.

Matthias Franke kam der Presse-Information zufolge 2006 in das Forschungsinstitut in Sulzbach-Rosenberg, das damals noch als ATZ-Entwicklungszentrum firmierte. Er baute die Abteilung Kreislaufwirtschaft auf, die sich unter anderem mit Strategien der Abfall- und Ressourcenwirtschaft, Recyclingtechnologien oder der effizienten Herstellung von Pulvern für die additive Fertigung befasst. Als Forschungsfelder, die Franke am Institut etabliert hat, werden das chemische Recycling von Verbundmaterialien wie Elektroschrott oder Glasfaser- und Kohlefaser-Kunststoffen sowie die Dekontamination von Bauschutt über thermische Verfahren genannt. 2018 übernahm er zusammen mit Samir Binder die Aufgaben der stellvertretenden Leitung des Institutsteils.

Bei der zukünftigen Ausrichtung setze Franke auf Kontinuität und ein noch stärkeres Zusammenwirken der beiden Forschungsfelder des Instituts, Energietechnik und Kreislaufwirtschaft: "Mit unserem Team wollen wir Lösungen für das Gelingen der Energie- und Rohstoffwende finden, das ist unser Ziel."

Matthias Franke tritt die Nachfolge von Andreas Hornung an, der sich, wie das Institut mitteilt, aus gesundheitlichen Gründen entschieden habe, die Leitung abzugeben. Er werde dem Standort als international renommierter Experte für thermochemische Verfahrenstechnik, insbesondere im Bereich der von ihm entwickelten TCR-Technologie, weiterhin zur Verfügung stehen.

Der gebürtige Duisburger Matthias Franke studierte an der Universität Rostock auf dem Gebiet der Agrar- und Umweltwissenschaften und promovierte dort zum Doktor der Ingenieurwissenschaften. Er bekleidet eine Honorarprofessur an der School of Chemical Engineering der Universität Birmingham und lehrt an der School of Life Sciences der TU München im Bereich Abfallwirtschaft. Franke lebt mit seiner Familie in Sulzbach-Rosenberg.

"Centrum für Energiespeicherung" eröffnet

Sulzbach-Rosenberg
Prof. Dr.-Ing. Matthias Franke.

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