07.06.2021 - 15:34 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Oberpfalz-Arkaden: Sperrung der Bundesstraße 14 bleibt

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Ein Erdrutsch auf der Baustelle der Oberpfalz-Arkaden in Sulzbach-Rosenberg führt seit Tagen zu Verkehrsbehinderungen auf der B 14. Jetzt werden die Sicherungsmaßnahmen ausgedehnt.

Eine neue Böschung soll den abgerutschten Bereich stabilisieren.
von Andreas Royer Kontakt Profil

Welches Szenario sich bei einem Abrutschen der Fahrbahn am nördlichen Baugrubenrand der Oberpfalz-Arkaden in Sulzbach-Rosenberg hätte abspielen können, bleibt reine Spekulation. Sicher sei dagegen, dass die halbseitige Sperrung der B 14 inklusive Ampelregelung im gefährdeten Bereich noch mindestens diese Woche andauern wird. Wie Baudirektor Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach gegenüber Oberpfalz-Medien am Montag, 7. Juni, sagte, würden seitens der mit dem Großprojekt beschäftigten Baufirma weitere Sicherungsmaßnahmen unternommen, um alle gefährdeten Bereiche zu stabilisieren und zu sichern. „Wir werden deshalb auch die Sperrstrecke etwas verlängern müssen, wodurch auch die Bushaltestelle Obere Gartenstraße vorübergehend wegfällt.“

Wie Stefan Noll weiter mitteilt, seien derzeit verschiedene Fachstellen am Werk, um letztlich die Umschließung der künftigen Oberpfalz-Arkaden standfest zu machen. Verschiedene Nachbesserungen, wie etwa eine erweiterte Böschung, würden auch schon teilweise umgesetzt. „Zurzeit besteht keine akute Gefahr, aber die Verkehrsbehinderungen werden durch die Sperrung noch andauern“, so Baudirektor Noll. Der Fachmann rät deshalb weiterhin allen Auto- und Lastwagenfahrern, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Vorgezogener Straßenbau?

Eine abschließende Bewertung der Lage am Bierhalsberg durch verschiedene Experten, darunter auch die geotechnische Aufsicht, könnte sich bis Ende dieser Woche ergeben. Ob durch die Sicherung auch der angedachte Straßenbau, wie etwa die Einfahrt zu den Oberpfalz-Arkaden in Höhe der St.-Anna-Apotheke, vom Bauträger vorgezogen werde, um notwendige Straßensperrungen zusammenzulegen, sei noch nicht entschieden.

Ursache für die Problemlage auf Sulzbach-Rosenbergs größter Baustelle war ein gebrochener Pfahlkopfbalken, der als Stützelement noch aus der Zeit des Liliencenters stammt. Mit dem abgebrochenen Teilstück hatten sich drei Großbohrpfähle gelöst, die das Abrutschen von Erdreich verhindern sollten. Die sei aber dann dennoch geschehen und vergangene Woche am Montag entdeckt worden. Was folgte, waren die Sperrung der B 14 und die Abschaltung der Ampeln an der Storg-Kreuzung, was für Fußgänger mehr Gefahr bedeute, so Noll.

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„Zurzeit besteht keine akute Gefahr, aber die Verkehrsbehinderungen werden durch die Sperrung noch andauern.“

Baudirektor Stefan Noll

 

 

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