03.05.2021 - 10:16 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Online-Vorbereitung auf die Konfirmation in der Christuskirche Sulzbach

Zwölf Jugendliche kamen am Sonntag früh um 9 Uhr in die Christuskirche, um ihre Konfirmation zu feiern; weitere elf folgten zwei Stunden später.

Die erste Konfirmationsgruppe mit Vikarin Rebecca Scherf und Pfarrer Roland Kurz.
von Autor COGProfil
Die zweite Konfirmationsgruppe mit Diakonin Irene Elsner und Pfarrer Roland Kurz.

Nach Tauferinnerung, Glaubensbekenntnis und Konfirmationsfrage riefen Stadtpfarrer Roland Kurz, Vikarin Rebecca Scherf und Diakonin Irene Elsner die Jugendlichen in Gruppen zum Altar, trugen die Konfirmationssprüche vor und segneten die Mädchen und Jungen ein. Damit wurden sie mündige Christen mit allen Rechten, die selbst für ihren Glauben und ihre Seele verantwortlich sind. Ein Abendmahl war wegen der Pandemie nicht möglich; auch der Gemeindegesang musste entfallen. An der musikalischen Gestaltung der beiden Konfirmationsgottesdienste wirkten Kirchenmusikdirektor Gerd Hennecke an der Orgel sowie der Posaunenchor um seine Leiterin Doreen Deyerl mit.

Im frühen Gottesdienst predigte Pfarrer Kurz über Johannes 14, 1-6. Hier erläutert Jesus den Weg zu Gott und antwortet auf die Nachfrage von Thomas: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." Thomas, führte der Prediger aus, hat immer wieder nachgefragt, weil er verstehen wollte. "Thomas hat, lange bevor die Konfirmation eingeführt wurde, kapiert, was Konfirmation eigentlich soll", stellte Kurz fest. Aber auf die Frage des Thomas: "Woher soll ich wissen, wo mein Weg hingeht?" gebe es keine einfache Antwort. Die schwierigen Formulierungen aus dem Johannesevangelium übersetzte der Pfarrer in klare Worte. Jesus habe gesagt: "Egal welchen Weg ihr geht, an mir kommt ihr nicht vorbei, wenn das was werden soll." Jesus sei der Weg, und dies bedeute nicht, man könne laufen, wohin man wolle. Jesus sei die Wahrheit, so dass man eben nicht glauben könne, was man wolle. Jesus sei das Leben, statt "Habt euren Spaß". Bei der Konfirmation, sagte Kurz, werde man gefragt, ob man seinen Weg auf eigenen Füßen mit Jesus weiter gehen wolle. Das bedeute, schloss der Pfarrer: "Gehen müsst ihr selbst – aber nicht allein."

Im zweiten Konfirmationsgottesdienst legte Diakonin Elsner ihrer Predigt 1. Mose 12,2 zugrunde. Sie erinnerte daran, dass dieser Jahrgang wegen der Pandemie fast keinen "normalen" Unterricht erlebt, sondern sich online auf die Konfirmation vorbereitet habe. Deshalb frage sie sich, ob die Mädchen und Jungen genug gelernt haben über Gott, der die Welt und die Menschen liebt und barmherzig ist, über Jesus, sein Leben und Wirken, seine Leidensgeschichte und seine Auferstehung sowie über den Heiligen Geist, "diese wunderbare Kraft, die kommt und geht, wann sie will und uns Menschen zur Gemeinschaft verhilft." Für Jesus selbst, führte Elsner aus, war das Doppelgebot der Liebe (Markus 12, 30-31) wichtiger als alles andere: "Du sollst Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst." Liebe bedeute Mitgefühl verspüren, aufmerksam sein, Vertrauen und Selbstvertrauen haben. Wenn die Konfirmanden sich fragen, wo sie stehen und wo es mit ihnen hingehen soll, wenn sie darüber nachdenken, was Gott von ihnen erwartet und was sie sich zutrauen können, dann könnten sie sich daran orientieren. Sie fasste zusammen: "Bleibt offen und neugierig für alles, was euch begegnet. Tut einander Gutes, werdet für andere zum Segen, denn ihr seid gesegnet!"

Bilder vom ersten Konfirmations-Sonntag 2021 in der Christuskirche

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