02.03.2021 - 15:43 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Pandemie verschärft Lage der Bedürftigen: Kostenlose Masken vom Dekanat

Das evangelisches Dekanat Sulzbach-Rosenberg und die Diakonie verweisen auf prekäre Lebenssituationen. Mit kostenlosen Masken soll die Not etwas gelindert werden.

Theo Wißmüller (links), Dekan Karlhermann Schötz (Mitte) und Pfarrer Roland Kurz helfen Bedürftigen mit kostenlosen Masken in Kuverts.
von Externer BeitragProfil

Es sind schwierige, belastende Zeiten, diese vom Coronavirus dominierten Tage. Aber es gibt Menschen und Bevölkerungsgruppen, die es ganz besonders hart trifft. Dazu zählen laut Pressemitteilung der Diakonie vor allem ärmere Menschen, die sich zusätzlich Ausgaben einfach nicht leisten können. Es sind oft die kleinen Beträge, die alles ins Wanken bringen, bei Geringverdiener, Arbeitslosengeld II Empfängern, Alleinerziehenden, Rentnern etc.. Theo Wißmüller und seine Kolleginnen vom Diakonischen Werk Sulzbach-Rosenberg kennen die Problematik aus ihrer sozialen Beratung.

Deshalb hat sich das evangelisch-lutherische Dekanat entschlossen, zusätzlich zu diesem breiten Hilfsangebot auch noch ein weiteres Zeichen zu setzen: Kirche und Diakonie verteilen aktuell gemeinsam kostenlos Masken, die ja in diesen Tagen so notwendig und unverzichtbar sind. So weist Pfarrer Roland Kurz darauf hin, dass in der Christuskirche von 9 bis 16 Uhr FPP2-Masken geholt werden können. Aus Hygienegründen sind jeweils zwei in ein Kuvert verpackt, wovon sich bedürftige Personen jeweils eines nehmen können. Auf diese unkomplizierte Art will man dies hier in Sulzbach handhaben. Wie es in der Zuschrift weiter heißt, will die evangelische Kirche auch in Amberg und Schwandorf kostenlos Masken zur Verfügung stellen. Wie es vor Ort jeweils geregelt wird, lässt sich durch die Pfarrämter erfragen.

Ausgaben steigen

Wie Theo Wißmüller an anderer Stelle der Presseinformation ergänzt, entstünden für viele Haushalte durch die Pandemie mehr Ausgaben, die sie nicht stemmen könnten. Dinge, die plötzlich vermehrt gebraucht würden, wie die Anschaffung von Drucker-Patronen, weil durch Homeschooling vermehrt gedruckt werden müsse. Oft fehlten auch digitale Endgeräte oder müssten besorgt werden, wenn sie die Schulen nicht stellten. "Im Lockdown, wenn die Kinder zu Hause bleiben müssen, fällt die Verpflegung in Schulen oder in Kitas flach. Dazu subsumieren sich höhere Stromkosten, Desinfektionsmittel, Mund-Nasen-Schutz usw. Auch in der Corona Krise müssen Empfänger von Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung vom bisherigen Budget leben", so der Diakonie-Vertreter. Sicher hätte die Politik versucht durch Kinderbonus und Mehrwertsteuersenkungen für Ärmere und Familien mit Kindern etwas zu tun, aber die Praxis zeige, dass es nur ein Tropfen auf den heißen Stein sei. Zudem haben die Ärmeren keinerlei finanzielle Rücklagen, um die zusätzlichen Belastungen abzufangen.

Wichtige Arbeit

Dekan Schötz als Vorstand des Aufsichtsrates der örtlichen Diakonie betont, dass die verschiedenen Dienste des Diakonischen Werkes des evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirkes in Sulzbach-Rosenberg, sei es nun in der Kirchlich Allgemeinen Sozialarbeit, der Migrationsberatung oder den Sozialpsychiatrischen Diensten in Amberg und Schwandorf, hier eine wertvolle und wichtige Arbeit für die betroffenen Menschen in unsere Region leisten, und dies auch im Auftrag und im Sinne der evangelischen Kirche.

"Und hier ist es gerade in coronären Zeiten für viele Menschen äußerst wichtig, hier weiterhin Hilfe und Rückhalt zu finden. Natürlich wird die Arbeit durch die Corona bedingten Sicherheitsgebote und Beschränkungen schwieriger und für die Mitarbeiter belastender, aber die Dienste sind offen und präsent", so Dekan Schötz.

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