30.03.2021 - 10:53 Uhr
Sulzbach-RosenbergOberpfalz

Sanierung abgeschlossen: Schlossgarage Sulzbach-Rosenberg glänzt grün und blau

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Schluss mit der nervigen Parkplatzsuche: Die Sanierung der Sulzbacher Tiefgarage für eine Million Euro ist fertig. Der Parkdruck rund um den Luitpoldplatz wird jetzt wohl nachlassen. Eröffnungstermin: 1. April – kein Scherz.

Die Sanierung der Schlossgarage in Sulzbach-Rosenberg ist abgeschlossen.
von Tobias Gräf Kontakt Profil

Unter der Sulzbacher Erde hat sich viel getan. Nach genau einem Jahr sind die Handwerker mit den Sanierungsarbeiten in der Schlossgarage fertig. Beim Pressetermin erklären Stadtwerke-Chef Roland Kraus und Bürgermeister Michael Göth, was das für Autofahrer bedeutet und welche Neuerungen es gibt.

„Wir öffnen am 1. April, das ist auch kein Scherz“, sagt Kraus und lacht. Am Donnerstagmorgen werde die Baustellenampel abtransportiert, die Zufahrtsschranke freigeschaltet und die Kassenautomaten aktiviert. Insgesamt 220 Stellplätze stehen damit wieder uneingeschränkt für Autofahrer zur Verfügung – 50 sind reserviert für Dauerparker in einem abgetrennten Areal, die restlichen 170 Plätze gehören Tages- und Kurzparkern. Ganz gesperrt war die Tiefgarage schon in den vergangenen Monaten nicht mehr: Bauabschnitt (BA) 1 war Ende September fertig, BA 2 folgte kurz vor Weihnachten, Teile der Tiefgarage waren danach jeweils wieder zugängig.

Beton mit 2500 bar kugelgestrahlt

Laut Werkleiter Kraus hat die Sanierung durch die Firma Bauschutz GmbH aus dem mittelfränkischen Rednitzhembach rund eine Million Euro gekostet. Je die Hälfte der Kosten tragen die Stadtwerke und die Stadt. Zuschüsse gibt es nicht. „Es war keine Generalsanierung, repariert wurde der Beton“, erklärt der 60-jährige Wasser- und Rohrnetzmeister. „Der Boden mit einer Fläche von 6000 Quadratmeter wurde mit 2500 bar kugelgestrahlt und mit einer speziellen Beschichtung versehen.“ Die soll künftig verhindern, dass Wasser einsickert.

Genau das nämlich war der Grund für die Reparaturarbeiten in der 30 Jahre alten Tiefgarage. „Es ist vom Luitpoldplatz aus Wasser in das UG 1 in die Dehnfugen eingedrungen“, sagt Kraus. Zudem sei im Winter über die Autos Streusalz in die Parkdecks gelangt. „Das Salz ist aggressiv und frisst sich in den Beton, wir mussten ihn deshalb abstrahlen und reprofilieren. Die neue Beschichtung ist siebenlagig, absolut dicht.“

Auch Maler, Elektriker und Sicherheitsexperten hatten viel zu tun. 8000 Quadratmeter Fläche sind neu gestrichen. Das UG 1 erkennen die Nutzer nun an grünen Bandstreifen an den Betonsäulen, das UG 2 ist farblich blau markiert. „Sich zurechtzufinden ist in der Tiefgarage eigentlich recht einfach, versichert Kraus.

Warum in der Sulzbacher Tiefgarage die Stellplätze nicht verbreitert werden können

Sulzbach-Rosenberg

Ladesäulen für E-Autos

Die Arbeiter haben auch Brandschutztüren ausgetauscht und neue LED-Leuchten eingesetzt. Gute Nachrichten gibt es zudem für Besitzer eines Elektroautos: „Im Stadtrat kam zuletzt immer wieder die Forderung nach mehr E-Ladesäulen auf. Das haben wir jetzt umgesetzt“, sagt Bürgermeister Göth. Die Wallbox im ersten Untergeschoss gleich neben der Ausfahrt muss zwar erst noch in den kommenden Wochen vom Stromanbieter N-Ergie freigeschaltet werden, aber: „Dort gibt es zwei Ladepunkte. Die Anlage kann in der Zukunft aufgerüstet werden auf vier Ladepunkte“, erläutert Göth.

Obwohl die Arbeiten wegen Corona-bedingter Verzögerungen nicht ganz im Zeitplan fertiggestellt wurden – die Eröffnung war ursprünglich für 18. Dezember geplant – zeigt sich der Rathauschef zufrieden: „Es ist eine gelungene Sanierung. Der Parkdruck in der Innenstadt wird jetzt nachlassen.“ In der sanierten Tiefgarage könne man nun wieder parken und fußläufig alle Geschäfte und Restaurants in der Altstadt erreichen.

100.000 Euro Verlust pro Jahr

Stadtwerke-Chef Kraus rechnet weiterhin mit einer sehr guten Auslastung der Schlossgarage. „Wir haben einen unschlagbaren Tarif. Die Leute können dort günstiger parken als oberirdisch (siehe Infokasten). Das sei aber auch nötig, um durch die Parkgebühren zumindest einen Teil der Ausgaben zu decken. Die Schlossgarage kann laut Kraus nämlich nicht kostendeckend betrieben werden: „Wir machen pro Jahr circa 100 000 Euro Verlust.“ Dies liege vor allem an den Fixkosten. „Wir müssen zwei Mal jährlich die Brand- und die CO2-Anlage prüfen lassen, das kostet alles Geld. Hinzu kommen die Kosten für Strom und Reinigung.“

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Info:

Zahlen und Daten zur Schlossgarage

  • 220 Stellplätze auf zwei Ebenen
  • Davon 50 abgetrennte Stellplätze für Dauerparker und 170 Stellplätze für Kurz- und Tagesparker
  • 2 Mutter-Kind-Parkplätze
  • Ladesäulen für 2 E-Autos (kann für 4 Autos aufgerüstet werden)
  • 1 Ladesäule für E-Autos der Stadtverwaltung
  • Parkgebühren: 1 Stunde kostenlos, jede weitere Stunde 1 Euro, Tagesmaximum 7 Euro
  • Dauer der Sanierungsarbeiten: 3. April 2020 bis 1. April 2021

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