Sulzbach-Rosenberg
07.05.2021 - 13:49 Uhr

Sulzbach-Rosenberg: Telefonbetrüger ohne Erfolg bei Senioren

Ein Unbekannter hat in Sulzbach-Rosenberg telefonisch versucht, Druck auf ältere Bürger aufzubauen. Er gab sich als Polizeibeamter aus und wollte an das Geld der Senioren. Die echte Polizei gibt Tipps, was in einem solchen Fall zu tun ist.

Besonders Senioren geraten immer wieder ins Visier von Telefonbetrügern. In Sulzbach-Rosenberg hat es ein Unbekannter mit sogenannten "Schockanrufen" versucht. Symbolbild: Sebastian Gollnow/dpa
Besonders Senioren geraten immer wieder ins Visier von Telefonbetrügern. In Sulzbach-Rosenberg hat es ein Unbekannter mit sogenannten "Schockanrufen" versucht.

Gleich drei Seniorinnen und ein Senior aus Sulzbach-Rosenberg, 68, 72, 80 und 82 Jahre alt, erhielten am Donnerstagnachmittag, 6. Mai, einen sogenannten „Schockanruf“ von einem bislang unbekannten Täter. Wie die Polizei berichtet, gab sich der Unbekannte als Polizeibeamter - in einem Fall gar als Staatsanwalt - aus. Der Betrüger gaukelte zwei der älteren Damen und dem 80-jährigen Herrn jeweils vor, dass eine nahe Angehörige als Verursacherin an einem schweren Verkehrsunfall beteiligt gewesen sei. Um einer Verhaftung zu entgehen, müsse ein fünfstelliger Geldbetrag bei der Polizei hinterlegt werden, so die Forderungen des Mannes. Im anderen Fall wollte er die offensichtlich die wirtschaftlichen Verhältnisse einer Seniorin auskundschaften.

Alle drei Damen und auch der Senior, deren Telefonnummern wohl dem öffentlichen Telefonbuch entnommen worden waren, erkannten die Finte und ließen sich auf die Verhandlungen nicht weiter ein.

Letztlich endeten die Telefonate ohne einen Erfolg für den Täter, der sich eigens die Telefonnummer 11200, ähnlich der Europa-Notrufnummer 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst, mit Königsteiner beziehungsweise Edelsfelder Vorwahl (09665) besorgt hatte.

Damit Telefonbetrüger mit ihren Betrugsmaschen auch weiterhin „auf Granit beißen“, hat die Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg einige Verhaltenshinweise:

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen mit Vorwänden, wie zum Beispiel: Anklagen aus dem In- oder Ausland, dringende Ermittlungen, Einbruch in der Nachbarschaft.
  • Übergeben Sie nichts. Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Wertgegenstände oder Überweisungen von Ihnen, um Sie zu schützen oder Ermittlungen durchzuführen.
  • Rufen Sie nie die am Telefon angezeigte Nummer zurück. Informieren Sie unverzüglich Ihre örtliche Polizei, nötigenfalls auch über die Notrufnummer 110, die Sie selbst wählen.
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür. Ziehen Sie gegebenenfalls eine Vertrauensperson hinzu, wie Nachbarn oder nahe Verwandte.
  • Seien Sie misstrauisch! Gesundes Misstrauen ist nicht unhöflich.
Kümmersbruck07.05.2021
 
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