Sulzbacher demonstriert in Berlin für "Agrarwende"

Sulzbach-Rosenberg
24.01.2023 - 16:33 Uhr

Horst Schwemmer, Geschäftsführer des BUND Naturschutz in Amberg-Sulzbach, war gemeinsam mit Tausenden Menschen in Berlin um für eine neue Agrarpolitik zu demonstrieren.

Horst Schwemmer (rechts) bei der Agrar-Demo in Berlin mit dem BUND-Ehrenvorsitzenden Hubert Weiger (Hut)

"Wir haben es satt." So lautete das Motto einer großen Demonstration am Samstag in Berlin. Und genau dieser Ansicht ist auch der Sulzbach-Rosenberger Horst Schwemmer, Geschäftsführer des BUND Naturschutz in Amberg-Sulzbach. Er war in der Hauptstadt dabei und demonstrierte für eine "Wende in der Agrarpolitik". Was genau damit gemeint ist, steht in einer Presseinfo des Vereins: "Es geht um eine gesunde Ernährung, Tierwohl, für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft, für Klima-, Tier- und Umweltschutz sowie für globale Gerechtigkeit und gesundes Essen." Schwemmer wird in der Mitteilung wie folgt zitiert: "Wir traten auch dafür ein, die Klimakrise und das Artensterben zu bekämpfen." Um das zu erreichen, schlägt der Tier- und Umweltschützer eine Mehrwertsteuersenkung für pflanzliches Essen vor, um mehr davon "auf die Teller zu bringen". Ebenso plädiert Schwemmer dafür, die bäuerliche Tierhaltung zu bewahren: "Mit weniger Tieren, die dafür deutlich besser gehalten werden." So solle eine "sozial gerechte Agrar- und Ernährungswende" gestaltet werden.

Die Demo fand am Samstag parallel zur Messe "Grüne Woche" statt. Mehrere Tausend Menschen sind dafür im Berliner Regierungsviertel auf die Straße gegangen. Dazu aufgerufen hatte das Bündnis "Wir haben es satt" mit rund 80 Organisationen. An dem Zusammenschluss sind Vertreter von ökologisch und konventionell wirtschaftenden Bauern beteiligt, Natur-, Umwelt- und Tierschutzverbände sowie kirchliche Hilfswerke.

Horst Schwemmer betont in der Pressemitteilung, dass "der Einsatz für eine bäuerliche flächengebundene Landwirtschaft nicht vergessen" werden dürfe: "Wir haben tolle Erfolge bei der Rückkehr von spektakulären Arten wie Fisch- und Seeadler oder auch Wiedehopf bei uns im Landkreis Amberg-Sulzbach zu vermelden. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir auf breiter Front Arten des Offenlandes, wie Feldlerche oder Goldammer verlieren. Da kann nur eine weniger intensive Landwirtschaft mit entsprechenden Biotopstrukturen eine Lösung sein."

Darüber hinaus seien aber auch "Trinkwasserschutz, gesunde Böden, Tiergerechtigkeit und Gesundheit. und pestizidfreie Lebensräume für Insekten" wichtig.

 
 

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