Sulzbach-Rosenberg
09.02.2026 - 13:49 Uhr

SURO2030 verteidigt Ablehnung von Straßenanbindung in Sulzbach-Rosenberg

Die Verkehrsbelastung im Sulzbach-Rosenberger Stadtteil Loderhof ist seit Jahren Thema. Nach der jüngsten Stadtratssitzung und einem Kommentar von Oberpfalz-Medien reagiert die Wählervereinigung SURO2030 mit einer Stellungnahme.

Den Kommentar, den Oberpfalz-Medien-Redakteur Tobias Gräf nach der jüngsten Stadtratssitzung in Sulzbach-Rosenberg geschrieben hat, will die Wählervereinigung SURO2030 nicht so stehen lassen. SURO2030 ist mit drei von 20 Sitzen in dem Gremium vertreten und hatte als einzige Fraktion gegen den Bau einer Anbindung der Loderhofstraße an den Hitzelmühlweg gestimmt. Diese Anbindung gilt als Lückenschluss, von ihm erhofft sich die große Stadtratsmehrheit kurzfristig eine Verbesserung der Lage. Gräf hatte geschrieben, mit seiner ablehnenden Haltung habe sich SURO2030 keinen Gefallen getan.

Dazu erklärt nun Christian Koch im Namen von SURO2030: "Der Kommentar zum Stadtratsbeschluss zur Verlängerung der Loderhofstraße könnte fälschlich den Eindruck erwecken, SURO2030 sei gegen eine verkehrliche Entlastung des Stadtteils Loderhof. Das Gegenteil ist der Fall: Mit eben diesem Zweck beantragte SURO2030 bereits 2020 die Erstellung eines Verkehrskonzeptes, das 2021 im Bauausschuss einstimmig beschlossen wurde, bislang jedoch nicht vorliegt."

Ein solches Gutachten hätte nach Ansicht der Wählerverinigung klären können, ob eine Verlängerung zur Schillerstraße tatsächlich zu einer spürbaren Entlastung der Goethe- oder Südstraße führen würde. Das oft zitierte Gutachten aus dem Jahr 1992 sei nicht geeignet, heißt es weiter. Es berücksichtige weder den Wegfall der Maxhütte noch neue Strukturen wie Kaufland, Europastraße oder die Umfahrung Siebeneichen zur Bundesstraße 85.

"Zudem ist fraglich, welcher Anteil des Verkehrs überhaupt über den Hitzelmühlweg geführt werden könnte, ohne dort erhebliche Probleme zu verursachen", schreibt Koch. Bereits heute würden die Bahnunterführung, die Rosenbachbrücke sowie die Einmündung in die Rosenberger Straße als neuralgische Punkte ohne Kapazitäten für ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen gelten.

"Ohne ein aktuelles Verkehrskonzept fehlen belastbare Grundlagen für eine fundierte Entscheidung über diese kostenintensive Maßnahme. Sowohl ihr tatsächlicher Nutzen für den Stadtteil Loderhof als auch mögliche negative Auswirkungen auf angrenzende Verkehrsbereiche bleiben unklar", betont SURO2030. Diese Argumentation wurde bereits in der Berichterstattung von Oberpfalz-Medien über die Stadtratssitzung aufgeführt.

"Wir geben dem Kommentator in diesem Punkt Recht: Mit unserer Ablehnung haben wir uns selbst keinen Gefallen getan, was auch weder unsere Absicht war, noch unserem Verständnis von Kommunalpolitik entspricht", schreibt Koch. SURO2030 gehe es aber ganz im Sinne der Loderhof-Bewohner um geregelte Verkehrsströme. Dazu sei es nötig, teure Schnellschüsse abzulehnen und an einem zeitgemäßen Verkehrskonzept festzuhalten.

OnetzPlus
Sulzbach-Rosenberg30.01.2026
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