(e) Die Diesellokomotive mit einem Deutz-Motor, gebaut 1938 von der Firma Gmeinder und Co in Baden, war 1984 in den Besitz des Museums in Theuern übergegangen. Seither stand sie dort im Depot, unbeachtet und vor sich hin rostend. Jetzt ist das anders: Sie ist, so sagte Landrat Richard Reisinger bei einer neuerlichen Indienststellung in Theuern von Null auf Hundert zu einer „Visitenkarte“ für Theuern geworden. Denn sie steht jetzt prominent platziert auf ihren Gleisen, zwei Kipploren angehängt, vor dem Kulturschluß und unübersehbar. „Das ist ein Zeugnis unserer Montangeschichte, authentisch für unsere Region und am richtigen Ort“ freute sich der Landrat und mit ihm Museumsleiter Michael Ritz. Der Dank des Landrats galt in massiver Weise den Mitgliedern des Vereins Amberger Kaolinwerke (AKB) die bei dieser „Indienststellung“ dabei waren. Denn sie machten es in ihrem Amberger Vereinsgelände um den Lokschuppen am Galgenbergwerg möglich, aus dem verrosteten Gefährt ein Ausstellungsstück zu fertigen - nie war die Diesellokomotive schöner. 2. Vorstand Dr. Matthias Gruschwitz sprach von einem guten „Kooperationsobjekt“ zusammen mit dem Schloss, die Mitglieder der Amberger Kaolinbahn haben seinen Angaben folgend auf der Anlage rund 350 Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet: Komplett entrostet, abgeflext, repariert, mit Spezialfarbe gestrichen, dazu die zwei Kipploren restauriert. Das Ergebnis ist unübersehbar im wahrsten Sinne des Wortes, denn an der neuen Diesellok mit ihren zwei Kipploren kommt niemand vorbei. Funktionstüchtig ist sie nicht mehr, sie wird die nächsten Jahrzehnte Ausstellungsstück in Theuern bleiben.
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