18.10.2021 - 11:04 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

300 Gäste genossen Museumsnacht in Tirschenreuth

Wenn auch mit weniger Besuchern als üblich, war die Museumsnacht im Museumsquartier ein schöner Abend für Veranstalter und Gäste. So schön, dass Museumsleiterin Stefanie Süß am Ende drohte, den letzten Gästen das Licht auszudrehen.

von Ulla Britta BaumerProfil

Was für eine schöne Nacht: Bier und Rotwein flossen in Strömen, und auch die Crêpes, die Peter Gold, Vorsitzender des deutsch-französischen Partnerschaftsvereins "Amitié", kreierte, fanden reißenden Absatz. Rund 300 Gäste tummelten sich bei der langen Museumsnacht des Landkreises im Museumsquartier (MQ). Zwar war das etwa nur ein Drittel des Ansturms, den das MQ bei seinen launigen Museumsnächten aus den Vor-Corona-Zeiten gewohnt ist. Auch das Programm war in diesem Jahr abgespeckt, aber nicht weniger attraktiv und unterhaltsam.

Schlange stehen für Karikaturen

Unter den Gästen waren auffallend viele junge Familien. Zu sehen und erleben gab es für alle Altersgruppen mehr als genug. Viel zu tun hatte Künstler Tom Brankovic, der passend zur laufenden Karikatur-Ausstellung "Die deutsch-französische Freundschaft" Karikaturen von Besuchern fertigte. Brankovic zeichnete Einzelpersonen, ganze Familien und sogar Hunde. Beim deutsch-französischen Quiz gab es tolle Preise zu gewinnen. In der Fischerei-Abteilung galt es, per Simulator Fische mit der Angel zu drillen. Mancher Besucher wurde bei diesem Selbsttest schnell eines Besseren belehrt: Angeln kann zum echten Kraftakt werden, wenn man einen dicken Hecht am Haken hat. In der Krippen-Abteilung durften die Gäste den Krippenschnitzern über die Schultern schauen. Der Arbeitskreis Historisches Handwerk zeigte, wie ehemals Fässer gebaut und Besen gebunden wurden. Die ehrenamtlich Mitwirkenden gaben ihr Bestes. Dies traf auch auf die Bewirtung zu: Der Star des Abends war ausnahmslos Peter Gold. Am Crêpes-Eisen zauberte er den ganzen Abend hindurch deftige und süße Varianten des französischen Klassikers. "Ein Gast hat mir geraten, ein Crêpes-Café in Tirschenreuth zu eröffnen", schmunzelte Gold zufrieden über seine Kochkunst-Erfolge.

Besucherlenkung geht auf

Zufrieden war auch Museumsleiterin Stefanie Süß mit der Abendveranstaltung. Das geplante Corona-Konzept mit der Besucherlenkung durch das gesamte Museum mittels vielen Stationen auf allen Stockwerken habe sich prima bewährt. Zwar mussten beim durchstreifen der Abteilungen die Masken getragen werden, doch das störte die Besucher kaum. Weil es gar so schön war, vergaßen viele Gäste auf die Uhr zu schauen. Um 22 Uhr sollte Zapfenstreich sein. Das MQ-Team drückte ein paar Augen zu, bis Süß doch ein Machtwort sprach und zum Spaß damit drohte, das Licht auszuschalten.

Mehr als 200 Gäste strömten bei der Museumsnacht ins Porzellan-Museum Mitterteich

Mitterteich

 

 

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