23.01.2019 - 10:35 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Leni und Hannes die beliebtesten Vornamen in Tirschenreuth

368 Kinder kamen 2018 in Tirschenreuth zur Welt. Leni und Hannes sind die beliebtesten Vornamen. Standesbeamtin Irina Weiß beobachtet auch eine Renaissance älterer Namen.

Mama Katja und Papa Gabriel Markowski wollten für ihre beiden Kinder Gabriel (15 Monate) und Aurelia (2 Monate) besondere Namen.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Es gibt sehr viele schöne Kindernamen, sind sich Katja (27) und Gabriel (31) Markowski aus Tirschenreuth einig. Aber für ihre beiden Kinder sollte es etwas besonderes sein. "Bei unserem Sohn war es ganz einfach", sagt der zweifache Vater. Sohn Gabriel, bald 15 Monate alt, trägt den Vornamen des Papas, Opas und Uropas jetzt in der vierten Generation. "Diese Tradition wollten wir unbedingt fortführen. Obwohl es bei Familienfeiern mittlerweile komisch ist", sagt der 31-Jährige und lacht. "Wenn jemand Gabriel ruft, drehen sich drei um."

Tochter Aurelia kam am 25. November 2018 zur Welt. "Bei ihr haben wir sehr, sehr lang gesucht", verrät Katja. Erst zwei bis drei Monate vor der Geburt stieß sie zufällig auf den Namen Aurelia. In der näheren Auswahl stand noch Daria. Weil die Eltern beide russischstämmig sind, sollte es ein Mädchenname sein, der in beiden Sprachen gut auszusprechen ist, und natürlich sollte er zu Gabriel und dem Nachnamen Markowski passen.

"Wir hatten abgemacht, dass ich den Namen aussuche, wenn sie auf der Welt ist", erklärt der Immobiliensachverständige, der seine eigene Immobilien- und Bauagentur (IBA) in Tirschenreuth betreibt. Auch wenn Mama Katja schon insgeheim wusste, dass es Aurelia wird. "Unser Goldstück", sagen die Eltern auch. Denn der Name leitete sich vom lateinischen Wort "aureus" ab, das übersetzt "golden" heißt.

Damit heißt die kleine Aurelia als einziges von 368 im Jahr 2018 im Krankenhaus Tirschenreuth geborenen Babys so. Der beliebteste Mädchenname in der Region ist Leni. 8 von 368 Neugeborenen heißen so, ergibt die Auswertung des Standesamts Tirschenreuth. Damit löst Leni den Namen Emma ab, der nun auf dem zweiten Platz (6 Neugeborene) der beliebtesten Mädchennamen rangiert. Ebenfalls sehr begehrt sind Ella, Frieda und Mia (jeweils 5 Babys), gefolgt von Anna, Johanna und Mathilda (jeweils 4 Babys).

"Absteigenden Ast"

Obwohl bayernweit ganz vorne, sinkt Sophia in der Beliebtheitsskala in der örtlichen Statistik. "Auch Anna-Lena, Annika und Selina sind auf dem absteigenden Ast", erklärt Standesbeamtin Irina Weiß.

"Die Eltern haben durch die Bank schöne Namen ausgesucht", sagt sie. Alle Namen der 368 in Tirschenreuth geborenen Babys seien im Zulassungsverzeichnis für Namen vermerkt gewesen, deshalb musste die Standesbeamtin auch keine Anfragen an die Gesellschaft für Namensforschung in Leipzig stellen.

Bei den Jugennamen gibt es in der Tirschenreuther Statistik keinen eindeutigen Sieger: Jeweils 6 Eltern von den besagten 368 Geburten entschieden sich für Hannes, Jonas oder Maximilian. 2017 standen noch Leon, Lukas, Ben und Noah hoch im Kurs. Diese Namen sind dennoch zum Teil in der weiteren Tirschenreuther Top 10 der beliebtesten Vornamen 2018 vertreten. Dazu gehören 2018 Elias, Johannes, Leon, Luca, Lukas, Max und Paul (jeweils 4 Babys).

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Renaissance alter Namen

"Man merkt, dass die ,alten Namen' wieder im Kommen sind", stellt die Standesbeamtin fest. Bei den Mädchennamen seien Frieda und Mathilda im Kommen. Auch eine Thea war dabei. Mit Mirabell, Wilma, Barbora, Jette oder Merle registrierte Weiß eher ungewöhnliche Mädchennamen.

Dieser Trend setzt sich auch bei den Buben fort. Eltern gaben ihren Kinder etwa die Namen August, Leopold, Gregor oder Adam. Meist wählten wahrscheinlich ausländische Eltern für ihre Kinder ausgefallene Namen, die man hierzulande eher selten hört. Irina Weiß zählt auf: Ari, Kimi oder Aras. Ebenfalls überraschend seien die Jungennamen Laurin und Darius gewesen.

Laut Statistik des Standesamts trägt knapp die Hälfte der Kinder (178) nur einen Vornamen. 167 Neugeborene haben zwei Vornamen. Eltern von 23 Babys entschieden sich, ihrem Baby sogar drei Vornamen zu geben. "Auch die Anzahl der Vornamen ist Trendsache", weiß die Standesbeamtin. "Aber das Verhältnis ist jedes Jahr ähnlich."

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